„Für mich gab es keine Alternative“ – Das sagt der heldenhafte Tesla-Fahrer von München

Auf der linken Spur bremste der Münchner Manfred Kick mit seinem Tesla den VW aus, über den ein 57 Jahre alter Mann die Kontrolle verloren hatte.
Auf der linken Spur bremste der Münchner Manfred Kick mit seinem Tesla den VW aus, über den ein 57 Jahre alter Mann die Kontrolle verloren hatte.
Foto: Steiger/Feuerwehr München
  • Ein Mann aus Garching bei München rettete einem bewusstlosen Autofahrer auf der A9 womöglich das Leben
  • Er hatte ihn im Berufsverkehr mit seinem Wagen ausgebremst
  • Nun hat sich der Held zu seiner Rettungstat geäußert

Berlin.  Die Nachricht vom Dienstag las sich wie ein Drehbuch aus „Alarm für Cobra 11“: In München hatte ein mutiger Mann mit seinem Auto einen anderen Wagen ausgebremst, weil der Fahrer bewusstlos im Gurt hing. Im Berufsverkehr! Auf der Autobahn! Und mit Erfolg!

Der Held hinter dieser Szene: Manfred Kick, ein 41-jähriger Unternehmer, der auch die CSU in Garching bei München im Stadtrat vertritt.

„Er hat keine Reaktion gezeigt“

„Ich hab gesehen, dass der Fahrer zusammengesackt und mit hängenden Armen dahinfuhr und keine Reaktion gezeigt hat“, sagte Kick dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung (SZ)“ ergänzte er: „Für mich war klar, dass es keine Alternative gibt, als ihn auszubremsen.“ Also drückte Kick kurz aufs Gas, setzte sich vor den führerlosen Passat und brachte beide Fahrzeuge zum Stehen.

VW-Fahrer auf dem Weg der Besserung

Dem 57 Jahre alte Fahrer des VWs hat er damit womöglich das Leben gerettet. Offenbar hatte der Mann einen Kreislaufzusammenbruch erlitten, er wurde in eine Spezialklinik gebracht. Es gehe ihm soweit wieder gut, berichtete die „SZ“.

Auch, weil Manfred Kick nach seinem Stunt-Manöver noch erste Hilfe leistete. Schließlich habe er vor Kurzem noch einen Rettungstaucherschein inklusive Erste-Hilfe-Ausbildung gemacht. Was kann der Mann eigentlich nicht?

Held gibt das Lob weiter

Das Lob für seinen Einsatz gibt Kick jedenfalls auch gerne weiter. Schließlich hätten eine Frau und ein weiterer Mann auch gestoppt, die Rettungskräfte alarmiert und die Unfallstelle gesichert. „Wir haben da sehr gut zusammengearbeitet.“

Ein Sprecher der Feuerwehr, die auf Facebook die „unglaubliche Courage“ des Tesla-Fahrers lobt, schätzte die Situation, in die sich Manfred Kick begeben hat, gegenüber dem BR als außergewöhnlich gefährlich ein: „Das hätte ein extrem schwerer Unfall werden können, gerade im Berufsverkehr.“

Blechschaden? „Das war mir Wurst“

Rund 2000 Euro Schaden sei entstanden, heißt es in dem Bericht weiter. „Ich hab’ natürlich probiert, das möglichst sanft abzubremsen, aber das hat dann doch einen kleinen Datsch gemacht“, sagt Manfred Kick über die entscheidenden Sekunden seiner Rettungstat.

Über die Schrammen an seinem Auto habe er sich erst mal wenig Gedanken gemacht: „Das war mir erst mal Wurst“, sagt der Held aus Garching, „Blech ist ersetzbar“. (ba)

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