Fünf Planeten umkreisen ältesten Stern

Göttingen..  Die Suche nach einer „zweiten Erde“ zählt zu den aufregendsten Aufgaben der modernen Astronomie. Wissenschaftler der Universität Birmingham und des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung haben nun gleich fünf Planten von erdähnlicher Größe entdeckt. Sie umkreisen den Stern Kepler-444 im Sternbild Leier. Die Entdeckung gelang bei der Auswertung von Daten des US-Weltraumteleskops Kepler, das seit 2009 die Erde umkreist und ferne Planetensysteme ins Visier nimmt.

Wie eine weit entfernte Kopie unseres eigenen Sonnensystems erscheint das Planetensystem um Kepler-444, berichtet Saskia Hekker vom Max-Planck-Institut. Überraschend ist das Alter des neu entdeckten Planetensystems: Mit 11,2 Milliarden Jahren ist es fast zweieinhalb Mal so alt wie unser Sonnensystem. Dies verändere bisherige Vorstellungen. Schon in der Anfangszeit des rund 14 Milliarden Jahre alten Universums könnten erdähnliche Planten entstanden sein. Hekker: „Wir halten es für denkbar, dass in der Frühphase des Universums lebensfreundliche Welten existiert haben könnten.“ Kepler hat bisher mehr als 700 entfernte Planeten aufgespürt.

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