Frau bei Beziehungsdrama in Siegen getötet

Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens transportieren den Leichnam des Opfers ab. Foto: Joachim Horn/dapd
Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens transportieren den Leichnam des Opfers ab. Foto: Joachim Horn/dapd
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Nach der Tötung einer Frau am Hauptbahnhof in Siegen geht die Polizei von einer Beziehungstat aus. Der mutmaßliche Täter und das Opfer hatten ein gemeinsames kleines Kind. Er wurde kurz nach der Tat gefasst.

Siegen. Ein Beziehungsdrama zwischen den beiden Eltern eines Kindes ist offenbar der Grund für den Tod einer jungen Frau am Siegener Hauptbahnhof. Die 18-jährige war durch Messerstiche verletzt worden, der Notarzt konnte ihr Leben nicht mehr retten.

Moschee-Besucher halfen bei der Fahndung

Wie DerWesten aus Kreisen der Polizei erfuhr, wurde die Frau am kurz nach 17 Uhr mit einem Stich in den Hals getötet. Nach der Tat in der Bahnsteig-Unterführung des Hauptbahnhofs gelang dem mutmaßlichen Täter zunächst die Flucht.

Er floh nach Angaben der Polizei zunächst mit dem gemeinsamen Kind auf dem Arm in die Siegener Innenstadt. An einer Moschee in der Siegener Innenstadt ließ er den sechs Monate alten Säugling zurück und floh alleine weiter.

Mehrere Moschee-Besucher folgten ihm, auch zahlreiche andere Menschen halfen bei der Fahndung mit Hinweisen weiter. Nachdem der Mann in den Fluss Weiß gesprungen war, konnte ihn die Polizei schließlich festnehmen.

Kind blieb bei der Flucht unverletzt

Das Opfer und der mutmaßliche Täter kommen beide aus Rheinland-Pfalz. Die Leiche der Frau soll nun obduziert werden, die Mordkommission ermittelt. Derzeit gehen die Ermittler von einem Beziehungsdrama aus, bei dem es möglicherweise um den Umgang mit dem Baby ging. Auch Eifersucht könnte laut Polizei eine Rolle gespielt haben. Das Kind blieb unverletzt, wurde aber vorsorglich zunächst ins Krankenhaus gebracht. (alex/kas)

 
 

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