Gefährlich für Mensch und Umwelt? Flugzeug lässt 40 Tonnen Kerosin über Pfälzerwald ab

Ein Flugzeug der Lufthansa beim Landeanflug.
Ein Flugzeug der Lufthansa beim Landeanflug.
Foto: Julian Stratenschulte / dpa
Beim „Fuel Dumping“ lassen Flugzeuge Kerosin in der Luft ab. 40 Tonnen des Treibstoffs wurden erneut über Rheinland-Pfalz abgegeben.

Berlin.  Ein Flugzeug hat wegen technischer Probleme am Dienstag rund 40 Tonnen Kerosin über dem Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz) abgelassen. Das bestätigte auch die Deutsche Flugsicherung in Hessen. Es ist der dritte Vorfall dieser Art innerhalb weniger Wochen.

Die Maschine, nach Informationen der „Bild“ ein Airbus A380 der Lufthansa, hatte kurz nach dem Start in Frankfurt Fahrwerksprobleme. Für eine sichere Landung am Startflughafen musste das Gewicht des Flugzeugs verringert werden. Deshalb entschloss sich der Pilot dazu, Treibstoff abzulassen.

Gefahr für Mensch und Umwelt umstritten

Die Deutsche Flugsicherung weist dem Piloten dafür ein Gebiet zu, das wenig besiedelt ist, wie eine Sprecherin dem Radiosender FFH erläuterte – in diesem Fall der Pfälzerwald. Bei fünf sogenannten „Fuel Dumpings“ gingen alleine über Rheinland-Pfalz in der ersten Jahreshälfte rund 187 Tonnen Kerosin nieder.

Ob das Ablassen des Treibstoffs gefährlich für Mensch und Umwelt ist, ist unter Experten umstritten. Denn es ist nicht eindeutig geklärt, wie viel Kerosin noch in der Luft verdunstet oder ob noch ein Teil am Boden ankommt. Sicher ist aber: das im Kerosin befindliche Benzol ist krebserregend und hochgiftig.

Am 18. Oktober beschäftigt sich auch der rheinland-pfälzische Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr mit den Risiken von abgelassenem Kerosin für Gesundheit und Umwelt. (jei)

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