Flughafen: Passagier bucht Billig-Airline – und erlebt die schlimmste Reise seines Lebens

Sunexpress hat etliche Fluggäste am Flughafen sitzen lassen.
Sunexpress hat etliche Fluggäste am Flughafen sitzen lassen.
Foto: dpa

Hätte er mal besser Urlaub an der Nordsee gebucht. Doch Kevin Bartsch wollte unbedingt in die Sonne und freute sich riesig auf seinen Urlaub in Hurghada in Ägypten. Was ihm auf dem Weg dorthin am Flughafen blühen sollte, konnte er bis dahin noch nicht ahnen.

Gegenüber DER WESTEN schildert Kevin Bartsch, welche Tortur er erleben musste.

Am vergangenen Samstag (13. Juli) wollte Bartsch vom Flughafen Nürnberg aus nach Hurghada fliegen. Starten sollte seine Maschine am frühen Abend. Perfekte Zeit. So wäre er zur Schlafenszeit in Ägypten gewesen, hätte am Tag darauf entspannt in den Urlaub starten können. Daraus wurde leider nichts.

Flughafen: Passagier will ins Paradies und erlebt Horror-Trip

Denn der Flug der Billig-Airline SunExpress verspätete sich. Technische Fehler. Nun gut, kann passieren, dachte sich Kevin da noch. Doch die Verzögerungen hörten nicht auf. Zunächst sollte die Maschine etwa eine Dreiviertelstunde später starten. Zum gegebenen Zeitpunkt hatte das Boarding jedoch noch nicht einmal begonnen. Dann verschwand auch noch Check-In-Mitarbeiterin in den Feierabend. Nicht unbedingt das beste Zeichen.

Gegen 21 Uhr immer noch kein Zeichen. Um 22.30 Uhr ertönte schließlich eine Durchsage, dass die Maschine gegen 24 Uhr starten solle. Überraschung: Natürlich tat sie das nicht.

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So langsam wurden die Passagiere jedoch ungeduldig, schilderte Kevin die Situation. Dann endlich eine Information. Der Flieger würde um 8 Uhr am kommenden Morgen gehen. Hotelzimmer hatte die Airline jedoch nicht für die wartenden Gäste reserviert.

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Also durften es sich die vielen Passagiere auf Feldbetten im Flughafen-Terminal bequem machen. Sogar einen Mitternachtssnack gab es: Wasser, Snickers, Twix und Gummibärchen.

Kalte Nacht im Flughafen Nürnberg

Nach einer harten und Kimaanlagen-bedingt kalten Nacht, folgte der nächste Tiefschlag. Auch an diesem Tag würde die Maschine nicht abheben. Technische Probleme die Zweite. So reisten die Menschen, die in der Nähe wohnten, wieder nach Hause, dem Rest wurde ein Hotelzimmer im Raum Nürnberg spendiert.

Nach einer Nacht in der Frankenmetropole sollte der Flieger schließlich am Montagmorgen um 8 Uhr starten. Richtig geraten, natürlich tat er dies wieder nicht. Zunächst wurde er auf 11 Uhr verschoben, anschließend auf 12.20 Uhr.

Mit drei Tagen Verspätung in Hurghada gelandet

Und hurra, er sollte auch wirklich um 12.20 Uhr starten. Unglücklicherweise gab es dann jedoch einen Notfall an Bord, sodass die Maschine in Athen zwischenlanden musste. Um kurz vor 16 Uhr ging es dann endlich weiter nach Hurghada. Nur drei Tage zu spät kamen Kevin und seine Mit-Passagiere in Ägypten an.

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Das könnte nun das Ende des Horror-Trips gewesen sein, war es jedoch nicht. Denn: Die Zimmer im Hotel waren bereits an andere Gäste vergeben worden. Man hatte wohl verschwitzt, Bescheid zu geben. Naja, also noch ein bisschen mehr Wartezeit. Aber dann konnte der Urlaub endlich starten.

SunExpress erklärte zu dem Fall gegenüber „Merkur“ lediglich: „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Passagiere außerordentlich.“ (göt)

 
 

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