Stadt will Obdachlose vertreiben und greift dafür ausgerechnet zu dieser Maßnahme

Immer wieder finden sich Obdachlose zum Schlafen in der Parkanlage beim „Lake Pavillon“ ein.
Immer wieder finden sich Obdachlose zum Schlafen in der Parkanlage beim „Lake Pavillon“ ein.
Foto: imago images / ZUMA Press

Die US-amerikanische Stadt West Palm Beach in Florida hat ein Problem mit Obdachlosen in einer Parkanlage – und greift nun zu einer drastischen Maßnahme.

Die Beamten der Stadt wollen die Obdachlosen mit Musik aus dem Park fernhalten. Und zwar nicht irgendeiner Musik. Nein, es werden wahrlich nervtötende Kinderlieder in Dauerschleife gespielt.

Behörden Florida: Ungewöhnliches Vorgehen gegen Obdachlose

Dem amerikanischen Sender „CBS“ zufolge werden nachts unter anderem die Songs „Baby Shark“ und „Raining Tacos“, zwei wirklich anstrengende Kinderlieder, in Dauerschleife gespielt.

Baby Shark

Die Vorgehensweise erinnert ein wenig an Musikfolter. Es soll jedoch niemand gefoltert werden. Die Maßnahme hat zwei wesentliche Hintergründe.

Obdachlose sollen sich an offizielle Anlaufstellen wenden

Zum einen hofft man, dass die Obdachlosen sich gar nicht erst zum Schlafen in der Parkanlage versammeln, wenn es dunkel wird. Sie sollen stattdessen dazu ermutigt werden, sich an die verfügbaren Anlaufstellen zu wenden, um dort einen angemesseneren Schlafplatz finden.

Außerdem befindet sich in dem Park, in welchem die Kinderlieder abgespielt werden ein großer Glaspavillon. Dieser kann für verschiedene Anlässe, wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Meetings gebucht werden.

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Glaspavillon als beliebtes Veranstaltungszentrum

Leah Rockwell, die städtische Direktorin der Parks und Grünflächen erzählte dem Sender, dass so verhindert werden soll, dass die Veranstaltungs-Mitarbeiter über schlafende Obdachlose stolpern, wenn sie in den frühen Morgenstunden Vorbereitungen für anstehende Events treffen müssen.

In einer anderen Stadt wählte man Klassik

„Die Leute zahlen hohe Summen, um das Gebäude zu mieten. Teilweise Tausende US-Dollar“, so Rockwell. „Wir möchten sichergehen, dass die Leute, die für diesen Ort bezahlen, eine saubere und offene Lokalität bekommen, die sie auch in Zukunft gerne weiternutzen.

Tacos

Wie es scheint hat man die nervigen Kinderlieder nicht ohne Grund ausgewählt. Die Stadt Lake Worth hatte eine ähnliche Maßnahme ausprobiert, um Obdachlose vom Kulturplatz der Stadt fernzuhalten.

Dort wurde jedoch klassische Musik ausgewählt – mit dem Ergebnis, dass die Menschen die Lieder mochten und dadurch noch eher zu dem Platz kamen, anstatt ihn zu meiden. (db)

 
 

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