„Fließband des Todes“: Russland tötet Tausende streunende Hunde vor der Fußball-WM

Die WM 2018 in Russland

Die Fußballweltmeisterschaft findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli erstmals in Russland statt. Deutschland will seinen Titel nach dem Sieg bei der WM 2014 in Brasilien verteidigen. Die 32 Teams spi...

Die Fußballweltmeisterschaft findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli erstmals in Russland statt. Deutschland will seinen Titel nach dem Sieg bei der WM 2014 in Brasilien verteidigen. Die 32 Teams spi...

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  • Vor der Fußball-WM 2018 in Russland werden grausame Vorwürfe laut
  • Tausende streunende Hunde sollen getötet werden
  • Die Kritik am WM-Land wächst, das Sportministerium reagiert

Moskau.  Vor Beginn der Fußball-WM 2018 in Russland steht das Land aus vielen verschiedenen Gründen in der Kritik. Diese Nachricht aus dem diesjährigen WM-Land sind jedoch besonders grausam: Unter dem Motto „Der Fußball wird gegen Hunde geschützt“ tötet Russland Tausende streunende Hunde.

Tierschützer begehren gegen die Aktion auf, die unter dem Vorwand geführt wird, die Sicherheit und Gesundheit der Bürger und WM-Touristen zu schützen, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Nur wenige Tiere entgehen dem Tod

„Ohne uns wäre das ein Fließband des Todes“, sagt Tierschützerin Anna Waimann, Leiterin der Tierschutzstiftung Soosachtschita der Zeitung. Allein in Jekaterinenburg sollen in diesem Jahr 4500 streunende Hunde eingefangen werden, 4050 von ihnen sollen direkt sterben.

„Die Hunde werden zehn Tage in Quarantäne gehalten, zehn Prozent davon – gesunde und gutmütige Tiere – ausgesondert, die übrigen 90 Prozent eingeschläfert“, erklärt die Tierschützerin. Die ausgesonderten Hunde sollen sterilisiert und gegen Tollwut geimpft werden. Findet sich innerhalb von 20 Tagen niemand, der sie aufnimmt, müssen auch sie sterben.

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Mit diesen Spielern will Bundestrainer Joachim Löw bei der WM 2018 den Titel verteidigen.
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Das Prinzip lautet: „Fangen und Töten“

Hundetötungen sind in Russland eigentlich verpönt. Streunende Hunde sollten nach dem sogenannten FSIF-Prinzip behandelt werden, d.h. fangen, sterilisieren, impfen, freilassen.

In vielen Gegenden scheine jedoch ein anderes Prinzip zu gelten: „Fangen und töten“. Die Fußball-WM solle die Aufmerksamkeit auf diese Praxis lenken, wie Tierschützerin Waimann gegenüber dem „Abendblatt“ erklärt: „Die Fußball-WM bietet uns vor allem einen Anlass, auf die haarsträubende staatliche Politik gegenüber den herrenlosen Haustieren aufmerksam zu machen.“

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Tierschützer hätten laut der Zeitschrift „Sobesednik“ im Herbst vergangenen Jahres Tausende Hunde- und Katzenkadaver auf dem Gelände des Rostower Zentrums für herrenlose Tiere entdeckt. Ein russischer Abgeordneter, Wladimir Burmatow, meint, es sei einfach günstiger die Tiere zu töten, anstatt sie zu versorgen.

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Sportministerium reagiert auf Kritik

Der Protest und das internationale Echo zu den grausamen Vorgängen sind dem Bericht zufolge laut. Rund 1,6 Millionen Menschen hätten bereits für eine Initiative auf der Plattform change.org unterschrieben. Und auch das Sportministerium habe mittlerweile reagiert und die WM-Austragungsstädte angewiesen, „möglichst human“ mit den Tieren umzugehen, wie es im „Hamburger Abendblatt“ heißt.

Der Zeitung zufolge habe es auch in früheren Austragungsländern ähnliche Vorkommnisse gegeben. Von einem „Hundemassaker“ war während der Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine die Rede. (alka)

 
 

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