Finger weg! Warum das Naschen von rohem Plätzchenteig gefährlich ist

Diese Leckerei gehört in der Weihnachtszeit einfach dazu: Plätzchen. (Symbolbild)
Diese Leckerei gehört in der Weihnachtszeit einfach dazu: Plätzchen. (Symbolbild)
Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel
  • Das Naschen beim Plätzchenbacken ist beliebt – doch es kann auch gefährlich sein
  • Was kaum einer weiß: Das Mehl im Teig kann schlimme Beschwerden auslösen

Berlin.  Jeder macht es, doch kaum einer weiß, dass es auch gefährlich sein kann: das Naschen von rohem Plätzchenteig. Experten warnen vor gesundheitlichen Folgen.

Beim Backen der Weihnachtsplätzchen können viele es nicht erwarten, bis die süßen Leckereien aus dem Ofen kommen. Oft landet ein Teil schon während der Herstellung im Magen der großen und kleinen Bäcker. Die gerne prophezeiten Bauchschmerzen sind jedoch nur eine der möglichen Folgen.

Eier, Hefe und Backpulver

So manch einer denkt jetzt sicher in erster Linie an die frischen Eier im Teig oder an Backpulver und Hefe als Übeltäter. Das ist auch richtig – aber nur zum Teil. Bei Eiern besteht die Gefahr einer Salmonelleninfektion, weshalb man immer darauf achten sollte, dass man nur ganz frische Eier zum Backen verwendet.

Und auch die Backtriebmittel können für Bauchschmerzen sorgen. Hefe und Backpulver lockern einerseits den Teig, produzieren aber auch Kohlendioxid. „Das Gas gelangt in den Magen-Darm-Trakt und kann so zu Bauchschmerzen und Blähungen führen. Außer einem unguten Gefühl ist weiter aber nichts zu erwarten“, wie Katharina Stapel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung dem „Berliner Kurier“ erklärt.

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Bakterien im Mehl

Ernsthaftere Beschwerden kann allerdings diese Zutat verursachen: das Mehl. Die US-Gesundheitsbehörde, die Food and Drug Administration (FDA) warnt generell davor, rohen Teig zu essen – egal ob für Plätzchen, Pizza oder Tortillas. Der Grund: Bakterien im Mehl.

Die sogenannten E.coli-Bakterien können Durchfall, Bauchkrämpfe und sogar ein Nierenversagen auslösen. 2016 gab es in den USA eine Studie zu dem Thema, als der US-Mehlhersteller General Mills Produkte zurückrufen ließ, weil diese für Infektionen sorgten.

Der Grund für die Verunreinigungen

Dazu kann es während der Herstellung des Mehls kommen. Da das Getreide direkt vom Feld in die Verarbeitung geht und keine spezielle Behandlung bekommt, die eine Verunreinigung durch Bakterien verhindert, können Rückstände von Tierkot zurückbleiben.

Diese Verunreinigung werden durch das Backen unwirksam – nascht man aber schon vorher, kann es zu den genannten Beschwerden kommen. (alka)

 

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