Fall Peggy: Die Spur zu Uwe Böhnhardt war wohl eine Panne

Ein Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen), in dem auch Skelettteile von Peggy gefunden worden waren.
Ein Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen), in dem auch Skelettteile von Peggy gefunden worden waren.
Foto: dpa
  • DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche von Peggy Knobloch könnten auf eine Polizeipanne zurückzuführen sein
  • Fotos zufolge wurde an mehreren Tatorten „der gleiche markante Meterstab der Spurensicherung“ eingesetzt
  • Bei der Bergung des toten Böhnhardt im November 2011 als auch bei Peggy kam offenbar die gleiche Tatortgruppe zum Einsatz

Berlin.  Die DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt am Fundort der Leiche der kleinen Peggy Knobloch könnten nun doch auf eine Polizeipanne zurückzuführen sein: BKA-Beamte verglichen laut „Spiegel Online“ Tatortfotos vom Auffinden von Böhnhardt und Peggy und stellten dabei fest, dass die Ermittler an beiden Orten „den gleichen markanten Meterstab der Spurensicherung“ einsetzten.

Die Polizei in Oberfranken und die Staatsanwaltschaft in Bayreuth gaben am Donnerstagnachmittag eine gemeinsame Pressemeldung zu dem Fall heraus. Darin heißt es, dass die Spuren auch von Messgeräten stammen könnten, die sowohl im Fall Peggy wie auch bei Ermittlungen zum Tode von Uwe Böhnhardt benutzt worden seien. Sowohl bei der Bergung des toten Böhnhardt im November 2011 in einem Wohnmobil in Eisenach, als auch bei Peggy kam offenbar die gleiche Tatortgruppe zum Einsatz.

Spurensicherungsgeräte bisher gar nicht untersucht

Die Einsatzgeräte seien der Pressemitteilung zufolge bisher noch gar nicht untersucht worden. Weder auf DNA-Spuren noch mit anderen kriminaltechnischen Methoden. Diese Untersuchungen seien nun veranlasst worden.

Zudem gingen nach Angaben der Behörden aber auch Ermittlungen in andere Richtungen weiter. (les/ac/dpa)