Facebook startet „Safety Check“ - darum blieb das Warnsystem Katwarn stumm

In Berlin ist ein LKWin einen Weihnachtsmarkt gefahren. Bei Facebook markieren sich Berliner Nutzer bereits als in Sicherheit.
In Berlin ist ein LKWin einen Weihnachtsmarkt gefahren. Bei Facebook markieren sich Berliner Nutzer bereits als in Sicherheit.
Foto: dpa/Michael Kappeler
  • In Berlin ist ein Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt gefahren
  • Zwölf Menschen sind tot
  • Die Polizei spricht von einem Anschlag - aber Warnsysteme warnen nicht

Berlin. Der mutmaßliche Anschlag von Berlin: Am Montagabend ist ein Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt gefahren und hat dabei zwölf Menschen getötet, viele weitere wurden verletzt.

Bei Facebook markieren sich bereits die Nutzer als „in Sicherheit“. Facebook bietet in Fällen wie diesem oder dem Amoklauf in München eine Funktion namens Safety Check an, bei der Freunde sehen können, wem nichts zugestoßen ist.

Facebook spricht von Anschlag

Dort spricht das soziale Netzwerk von einem Anschlag. Auch die Berliner Polizei spricht von Hinweisen auf einen Anschlag.

Auf solche Fälle sind auch die Systeme Katwarn und NINA spezialisiert, die als App existieren.

Kein Mucks von den Sicherheits-Apps

Sie geben normalerweise eine Pushmitteilung ab, sobald Amokläufe oder Anschläge in einer bestimmten Umgebung passieren. Nutzer der Apps sehen dadurch, dass sie bestimmte Bereiche einer Stadt meiden sollten.

Nachdem als sicher gilt, dass die Gefahr vorüber ist, wird von den Apps wieder Entwarnung gegeben. In München hat das geklappt.

In Berlin schweigen Katwarn und NINA!

Ein Nutzer schrieb Katwarn daraufhin bei Twitter an und sagte: „Was taugt ihr eigentlich? Habt mich vor zwei Wochen wegen nem Schneesturm geweckt, obwohl die Sonne schien & jetzt kam nix?!“

Die Antwort von Katwarn kam etwa eine halbe Stunde später und die Betreiber wiesen die Schuld von sich. Katwarn sei voll betriebsbereit. Die Verantwortung für Warnungen (Zeit, Inhalt, Umfang) liege bei den zuständigen Behörden.

Erstaunlich daran: Die App NINA wird immerhin vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz herausgegeben.

Mehr zum Thema:

Lkw rast in Berliner Weihnachtsmarkt – mindestens neun Tote

Lkw rast auf Berliner Weihnachtsmarkt – Was wir wissen

 
 

EURE FAVORITEN