Facebook plant neue Funktion: Sie hat es in sich

Facebook wird 2020 ein neues Feature in Deutschland veröffentlichen. (Symbolfoto)
Facebook wird 2020 ein neues Feature in Deutschland veröffentlichen. (Symbolfoto)
Foto: imago images / ZUMA Press

Facebook muss sich immer wieder neu erfinden, um seine Nutzer bei der Stange zu halten. Zwar erfreuen sich Dienste wie WhatsApp und Instagram großer Beliebtheit, doch Facebook selbst befindet sich längst nicht mehr auf dem Stand, wie noch vor einigen Jahren.

Nun plant der Konzern eine neue Funktion – und macht damit der Konkurrenz ordentlich Druck. Denn mit „Facebook-Dating“ soll eine neue, hauseigene Dating-Plattform an den Start gehen.

Facebook: Neue Dating-Funktion des sozialen Netzwerks

Erstmals angekündigt wurde „Facebook-Dating“ bereits 2018. Seitdem wurde es bereits in kleineren Ländern und Staaten veröffentlich. Am Donnerstag wurde der Dienst dann in den USA veröffentlicht, befindet sich aber immer noch in der Entwicklung.

Mit der eigenen Dating-Plattform will Facebook einen noch unberührten Markt für sich erschließen und den Konkurrenten wie Lovoo und Tinder den Kampf ansagen.

Dating am Computer nicht möglich

Doch was hat der, für Deutschland im Jahr 2020 geplante Dienst, im Vergleich zu den anderen Anbietern zu bieten? Wie bei „Welt.de“ zu lesen ist, wird „Facebook-Dating“ Teil der normalen Facebook-App sein. Am Computer soll das Angebot nicht nutzbar sein.

Die Funktion kann innerhalb der App aktiviert, ausgeschaltet oder pausiert werden. Das Profil im Dating-Dienst wird nach außen aber vom persönlichen Facebook-Konto getrennt bleiben.

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Verknüpfung mit Facebook und Instagram

Für Freunde und Familie ist es also nicht ersichtlich, wenn jemand in der Freundesliste den Dienst nutzt. Durch die Verknüpfung ist es für einen Algorithmus dann trotzdem möglich, potenzielle Partner anhand gemeinsamer Interessen oder Gemeinsamkeiten im Profil einander vorzuschlagen.

Wird ein Profil angelegt, können Nutzer die Daten aus ihrem Facebook-Profil übernehmen oder durch eine Verknüpfung mit dem Instagram-Account seine schönsten Fotos mitnehmen.

Datenschützer stehen Dating-Funktion kritisch gegenüber

Interessant sind die Einstellungen, wer das Dating-Profil einsehen kann. Freunde und Familie sind automatisch ausgeschlossen. Wer möchte, kann den Kreis der „blockierten“ Nutzer über weitere Angaben, wie „Freunde von Freunden“ erweitern.

Doch Datenschützer sind bereits jetzt alarmiert. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar erzählte dem Portal: „Dass alle verschiedenen Dienste in der Hand eines Anbieters sind, mag auf den ersten Blick für die Nutzer verlockend sein. Aus Datenschutzsicht ist dies sehr problematisch.“

„Da bleibt dann künftig wenig übrig, was Facebook-Profile über Personen nicht enthalten“, so der Datenschützer. Doch wird die Nutzer das davon abhalten, dem Konzern weitere intime Daten von sich anzuvertrauen? Die Entwicklungen nach den Datenskandalen der letzten Jahre zeigen: Vermutlich nicht. (db)

 
 

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