Facebook-Chatbot macht Werbung für neue Youtube-Kriegsserie der Bundeswehr

Mit dem „MaliBot“ will die Bundeswehr einen Einblick in ihren Auslandseinsatz in Mali geben. (Symbolbild)
Mit dem „MaliBot“ will die Bundeswehr einen Einblick in ihren Auslandseinsatz in Mali geben. (Symbolbild)
Foto: Markus Heine / imago/Markus Heine
  • Die Bundeswehr macht Werbung für ihre neue Kriegsserie „Mali“
  • Mit dem „MaliBot“ will die Bundeswehr in Echtzeit aus dem Kriegsgebiet informieren
  • Das hat bereits viele humorvolle Reaktionen auf Twitter hervorgerufen

Berlin.  Nach „Die Rekruten“ startet die Bundeswehr am 16. Oktober mit ihrer neuen Youtube-Serie „Mali“. Ein Chatbot soll bereits jetzt Werbung für die neue Serie machen und das Interesse wecken für das Leben der Soldatinnen und Soldaten bei ihrem Einsatz im Kriegsgebiet.

„MaliBot“ nennt sich das Chatprogramm, auf das man über den Facebook-Massenger zugreifen kann. Der Bot tritt als virtueller Pressesoldat auf, der Anfragen beantwortet, Bilder und Videos schickt – 24/7, in Echtzeit. Ziel ist es, einen möglichst realen Eindruck vom Kriegseinsatz der Soldatinnen und Soldaten zu vermitteln.

Twitter-User machen sich über den Bot lustig

Dazu gibt es außerdem Erklärungen und Hintergründe zum Auslandseinsatz der Bundeswehr in Mali, der den offiziellen Titel MINUSMA trägt. Die Kommunikation mit dem Computer-Soldaten lässt jedoch bei einigen ersten Nutzern des Bots ein dystopisches Gefühl aufkommen.

Auf Twitter begegnen die Menschen dem deshalb in vielen Fällen mit Ironie und Humor – vor allem, weil das imaginäre Gegenüber doch sehr leicht zu überlisten ist.

Dieser Twitter-Nutzer scherzt: „Also dieser #MaliBot versteht nicht mal ein klares ‘nein’. Wenn das sein Vorgesetzter wüsste.“ Ein anderer verschafft seinem Gefühl zum Computer-Gegenüber auf ironische Weise Ausdruck:

Wie sinnvoll es ist, auf diese Art junge Leute über einen Kriegseinsatz zu informieren, und ob es bei dieser Aktion der Bundeswehr nicht doch nur darum geht, Menschen zu rekrutieren, bleibt trotz aller Antworten des „MaliBot“ eine fragwürdige Angelegenheit. (alka)

 

EURE FAVORITEN