Ex-Hure packt aus: „Das macht wirklich jede Frau kaputt“

Vor allem junge Frauen leiden unter Prostitution, sagt Ex-Hure Marie Merklinger. (Symbolbild)
Vor allem junge Frauen leiden unter Prostitution, sagt Ex-Hure Marie Merklinger. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rolf Kremming

Drei Jahre arbeitete sie selbst als Prostituierte. Nun kämpft Marie Merklinger für die Rechte von Sexarbeiterinnen. Sie fordert Bleiberecht für ausländische Prostituierte und will die Freier zur Verantwortung ziehen.

Denn: „Was weltweit und hier in Deutschland passiert, das ist schlicht und einfach Missbrauch. Die Frauen wollen mit diesen Männern keinen Sex. Sie haben Sex, weil sie das Geld brauchen. Sie haben den gleichen Ekel, den Frauen nun mal empfinden, wenn sie mit Männern Sex haben, mit denen sie eigentlich keinen wollen. Das macht wirklich jede Frau kaputt.“ Das sagte Merklinger dem Onlinemagazin Watson.

Ex-Hure: Prostitution ist „Missbrauch“

Sie haben ihn trotzdem – weil sie unbedingt Geld brauchen. Deswegen könne niemals die Rede davon sein, dass Frauen sich freiwillig prostituierten. Vielmehr sei es der letzte Strohhalm.

Für junge Mädchen ist die Situation am übelsten

Vor allem junge Mädchen litten unter der Prostitution. Sie „werden hier kaputtgefi**t und haben nicht mal Anspruch auf Hartz IV“, so Merklinger.

Deswegen wünscht sie sich Solidarität mit diesen Frauen. Junge Mädchen aus dem Ausland sollten leichter das Bleiberecht in Deutschland erhalten, anstatt in ein anderes Land weitergeschickt zu werden und wieder in der Prostitution zu landen. Wenn sie hier ein Zuhause hätten und Bildung erhalten würden, kämen sie aus der Prostitution heraus.

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Prostitution hinterlässt „Narben“

Merklinger selbst hat seit ihrer Zeit in der Prostitution keine Lust mehr auf Beziehungen zu Männern. Zu viel hat sie mitmachen müssen. „Es ist traumatisierend. Wenn ein 150-Kilo-Mann, der aussieht wie Super Mario, schwitzend auf einem draufliegt und man erstickt schier, dann beamt man sich einfach weg.“ So beschreibt sie ihre Situation gegenüber Watson.

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Die schlimmen Erfahrungen hätten Narben hinterlassen, die in bestimmten Situationen immer wieder weh tun würden. Sie hofft, dass in Zukunft keine Frau mehr diesen Weg gehen muss. (vh)

 
 

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