Kriminaltechnik ermittelt nach Großbrand im Europa-Park Rust

Feuer im Europapark Rust
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Wenige Stunden nach dem Großbrand öffnete der Europa-Park Rust am Sonntag wieder. Die Kriminaltechnik hat die Ermittlungen übernommen.

Rust.  Trotz des Großbrandes am Samstagabend hat der Europa-Park im baden-württembergischen Rust schon am Sonntagmorgen um 9 Uhr wieder seine Pforten für Besucher geöffnet. Abgesehen von den durch den Brand beschädigten Bereichen sollen alle anderen Teile des Parks den Besuchern zur Verfügung stehen.

Auch die ARD-Sendung „Immer wieder sonntags“ fand wie geplant statt. Das hatte eine Sprecher des Parks zuvor auch getwittert.

Bei den Löscharbeiten erlitten insgesamt sieben Menschen Rauchvergiftungen. Es handele sich durchweg um Einsatzkräfte der Feuerwehr, die leicht verletzt worden seien, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. „Allesamt konnten sie die Krankenhäuser nach einer kurzen ärztlichen Versorgung wieder verlassen“, teilten die Behörden am Sonntag mit. Zunächst war von drei Verletzten die Rede gewesen.

Brand-Ursache noch unbekannt

Besucher und Mitarbeiter des größten deutschen Freizeitparks wurden demnach nicht verletzt. Die Ursache für den Brand ist noch unbekannt. Beamte der Kriminaltechnik haben die Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz sei auch ein Experte des Landeskriminalamtes, hieß es. Außerdem seien Kräfte der Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Nach vorläufiger Einschätzung des Unternehmens ist bei dem Brand ein Millionenschaden entstanden. Genau zu beziffern sei dieser aber im Moment nicht, sagte eine Sprecherin des Parks der dpa am Sonntag.

Nach Angaben des Freizeitparks war das Feuer am frühen Samstagabend in einer Lagerhalle ausgebrochen und erfasste dann auch die angrenzende Attraktion „Die Piraten von Batavia“ – eine Anlage, in der Besucher Bootsfahrten machen konnten.

500 Rettungskräfte im Einsatz

Die Feuerwehr rückte mit hunderten Kameraden an, auch Polizei und THW waren an dem Großeinsatz beteiligt. Laut Polizei waren rund 500 Rettungskräfte im Einsatz. Auf dem Gelände befanden sich etwa 25.000 Parkbesucher, die sich tadellos verhalten hätten. Nach mehreren Stunden Löscheinsatz sagte ein Sprecher der Polizei Offenburg am späteren Abend, der Brand sei unter Kontrolle.

Nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) war die Freilichtbühne in dem Park für die Sendung „Immer wieder sonntags“ mit Moderator Stefan Mross nicht von dem Brand betroffen. Das Feuer war während der Generalprobe ausgebrochen.

Moderator Stefan Mross sprach am Morgen im Zusammenhang mit dem Brand von einer etwas längeren „Schrecksekunde“. „An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Einsatzkräften bedanken, bei allen Helfern des Europa-Parks“, sagte er zu Beginn der Sendung.

95 Hektar großer Freizeitpark

Die Schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli, die ebenfalls am Sonntag auftreten sollte, schrieb auf ihrem Instagram-Profil: „Feuer im Europa Park!! Probe immer wieder Sonntags.“ Dazu verbreitete sie mehrere Videos, die – aus sicherer Entfernung aufgenommen – eine gewaltige Rauchsäule zeigen.

Der Europa-Park ist Deutschlands größter Freizeitpark und rechnet in diesem Jahr nach eigener Auskunft mit mehr als 5,6 Millionen Besuchern, ähnlich wie im Vorjahr. Er war 1975 eröffnet worden. Der 95 Hektar große Park zählt mehr als 100 Attraktionen und Shows. (dpa)

 
 

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