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Essener Tafel: Noch kein Termin für Ende des Aufnahme-Stopps

Fünf Fakten, die man jetzt über die Tafeln wissen muss

Essener Tafel: Der Verein, der Lebensmittel an Bedürftig verteilt, ist wegen des Streits um den Aufnahmestopp für Ausländer in der Kritik. Diese fünf Fakten muss man jetzt über die bundesweite Organisation wissen.

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Noch immer können sich Ausländer für die Essener Tafel nicht neu anmelden. Eigentlich sollte der Stopp Ende März aufgehoben werden.

Essen.  Die Essener Tafel hat den umstrittenen Aufnahme-Stopp für Ausländerals Bedürftige nach wie vor nicht aufgehoben. „Es steht noch kein Termin fest“, sagte der Vorsitzende des Trägervereins, Jörg Sartor, der dpa. Es werde aber nicht mehr lange dauern. Am 3. April sei eine Vorstandssitzung: „Das ist keine Entscheidung, die Herr Sartor alleine trifft.“

Bei einem Runden Tisch vor knapp drei Wochen hatten sich die Beteiligten darauf verständigt, die Regelung schnellstmöglich wieder aufzuheben. Damals war die Tafel noch von Ende März ausgegangen. Bis dahin sei damit zu rechnen, dass deutsche und ausländische Bezieher von Lebensmitteln wieder in „einem für uns akzeptablen Verhältnis“ stehen, hatte Sartor damals gesagt.

Viel Kritik an der Entscheidung

Seit dem 10. Januar lehnt die Hilfsorganisation Ausländer als Neukunden ab. Die Tafel begründete ihr Vorgehen mit einem bereits sehr hohen Anteil an Ausländern unter den Bedürftigen, an die sie Lebensmittel austeilt. Gerade ältere Menschen und alleinerziehende Mütter hätten sich von den vielen fremdsprachigen jungen Männern in der Warteschlange abgeschreckt gefühlt.

Die Entscheidung hatte für bundesweite heftige Kritik und für eine intensive Diskussion gesorgt. So hatte neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem Interview mit unserer Redaktion gesagt, auch ohne Tafel müsste niemand in Deutschland hungern. Dafür war er scharf kritisiert worden. Auch Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier hatte sich in die Debatte eingemischt. (dpa/sdo)

 
 

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