Ermittlungen zu Busunglück von Hannover wohl eingestellt

Hannover. Die Behörden haben Medienberichten zufolge ihre Ermittlungen zum schweren Busunglück vom November 2008 eingestellt. Damals war auf der A 2 ein Reisebus ausgebrannt, 20 Menschen kamen ums Leben. Die Untersuchungsergebnisse sind bisher nicht öffentlich, die Ursache des Feuers unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat offenbar ihre Ermittlungen zu dem schweren Busunglück mit 20 Toten auf der A 2 bei Hannover eingestellt. Wie die «Bild»-Zeitung am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe berichtet, teilte die Staatsanwaltschaft den Hinterbliebenen der Opfer in einem Schreiben mit, dass die Ermittlungen eingestellt worden seien, weil der Bus technisch in Ordnung gewesen sei und den Busfahrer keine Schuld an dem Unglück treffe. Die Staatsanwaltschaft Hannover war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Untersuchungsergebnis noch nicht veröffentlicht

Der Reisebus war am 4. November 2008 auf der Autobahn 2 während der Fahrt plötzlich in Flammen aufgegangen. 20 Menschen verbrannten im Fahrzeug, 13 Insassen retteten sich ins Freie. Einige von ihnen wurden schwer verletzt.

Seit Mitte Juni liegt der Staatsanwaltschaft ein Gutachten zur Brandursache vor, das bislang aber nicht öffentlich vorgestellt wurde. In den Medien war immer wieder über die Ursache für den schweren Brand spekuliert worden: Anfangs galt ein heimlicher Raucher in der Bustoilette als Auslöser, später ein Kabelbrand. Im Juni hieß es in Medienberichten, dass laut dem Gutachten ein Kabelbrand hinter der Verkleidung der Bordküche das explosionsartige Feuer auslöste. (ddp)

 
 

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