Erika Steinbach kritisiert Kevin Kühnerts Bekenntnis zu Homosexualität – der liest ihr die Leviten

Vor kurzem bekannte sich Juso-Chef Kevin Kühnert in einem Interview zu seiner Homosexualität. Erika Steinbach passt das nicht.
Vor kurzem bekannte sich Juso-Chef Kevin Kühnert in einem Interview zu seiner Homosexualität. Erika Steinbach passt das nicht.
Foto: Michael Kappeler / dpa
In einem Tweet wettert Erika Steinbach gegen Kevin Kühnert. Der Juso-Chef kontert geschickt. Und hat Twitter-Nutzer auf einer Seite.

Berlin.  Juso-Chef Kevin Kühnert hat zwar den Kampf gegen die große Koalition verloren, doch eines hat er in den vergangenen Wochen und Monaten auf jeden Fall gewonnen: Bekanntheit. Einen kleinen Kampf musste der 28-Jährige nun aber doch noch ausfechten. Auf Twitter liest Kühnert der früheren CDU-Politikerin Erika Steinbach die Leviten.

Was war geschehen? In einem Interview mit dem queeren Berliner Magazin „Siegessäule“ sprach Kühnert jüngst über seine Homosexualität, wie du in unserem Bericht nachlesen kannst. Auch die „Welt“ schrieb einen Artikel darüber und twitterte ihn.

Kevin Kühnert kontert

Und genau dieser Tweet der „Welt“ sorgte bei Erika Steinbach, die 2017 die CDU verließ und seither parteilos die AfD unterstützt, für Verdruss. „Warum um alles in der Welt, werden wir immer mit so Nebensächlichkeiten wie sexuelle Neigungen behelligt“, twitterte sie mit Fehlern in Grammatik und Interpunktion. „Es interessiert mich nicht, wer mit wem schläft. Es sei denn, es geht um Kindesmißbrauch!“, wettert sie weiter.

Kevin Kühnert kontert: „Warum? Damit Erika #Steinbach sich ärgern kann. Und damit wir nochmal demonstriert bekommen, dass sie keinen Tweet im Kontext von #Homosexualität absetzen kann, ohne dass auch das Wort ,Kindesmissbrauch’ auftaucht. Deshalb. Immer wieder gern.“

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Twitter-Nutzer klären Steinbach auf

Auch andere lesen der Politikerin für ihre Assoziationen zwischen Homosexualität und Kindesmissbrauch die Leviten. „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der geschlechtlichen Neigung und Kindesmissbrauch. Nur in Frau Steinbachs widerlicher Fantasie“, klärt sie jemand auf. Weniger diplomatisch schreibt ein anderer: „Nimmt die eigentlich jemand noch ernst? Die macht sich doch nur lächerlich.“

Dennoch: Es gibt auch Nutzer, die ihr recht geben. Immerhin knapp über 1000-mal wurde ihr Tweet auch mit „Gefällt mit“ markiert. Gegen Kühnerts Konter stinkt Steinbach aber ab. Fast 7900 „Gefällt mir“-Angaben zählt sein Tweet.

„.@SteinbachErika ist eine einzige Belästigung an Hirn und Verstand ...“, stimmt ein Nutzer Kühnert zu. Andere sind ganz froh, dass sie Steinbachs Tweet erst gar nicht lesen können: „Sie hat mich freundlicherweise geblockt, und mich damit proaktiv vor dem Stumpfsinn in ihren Tweets bewahrt.“ (jkali)

 
 

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