Achtfache Mutter joggt an Unfall vorbei – dann wird ihr klar, dass sich ihr ganzes Leben ändern wird

Jacqui Saunders ist um einen Unfall gejoggt, als sie plötzlich eine schreckliche Nachricht erhalten hat.  (Symbolbild)
Jacqui Saunders ist um einen Unfall gejoggt, als sie plötzlich eine schreckliche Nachricht erhalten hat. (Symbolbild)
Foto: dpa (Symbolbild)
  • In England ist eine Frau um den Unfall ihres eigenen Ehemanns gejoggt
  • Als sie sich von seiner Unversehrtheit überzeugen wollte, fand sie heraus, dass er bei dem Unfall gestorben ist
  • Die Familie übt nun Kritik an der Polizei

Derbyshire / England. Unglaublicher Unfall und schrecklicher Schicksalsschlag in England: Die Engländerin Jacqui Saunders joggt um einen Unfall herum. Zunächst denkt sie sich nichts dabei, dann ereilt sie ein schlechtes Gefühl und sie ruft ihren Ehemann an, um zu überprüfen, ob es ihm gut geht.

„Ich dachte, ich sollte ihn anrufen, um zu sagen, dass er glücklicherweise dem Unfall entkommen bist, nur um festzustellen, dass er es nicht war", sagte sie gegenüber Derbsyshire Live. Doch dann erfährt sie, dass es ihr eigener Mann ist, der bei dem Unfall ums Leben gekommen ist.

„Er hat immer an einem Freitagabend geschrieben und gesagt: Gute Nacht, Gott segne dich"

John Saunders sei als liebevoller Vater in Erinnerung geblieben, der sich für jedes seiner acht Kinder Zeit genommen habe, so die Ehefrau gegenüber der News-Plattform.

Die Tochter Kirsty Sanders sagte dazu weiter:„Er hat immer an einem Freitagabend geschrieben und gesagt: Gute Nacht, Gott segne dich", also das ist meine letzte Botschaft von ihm", erklärt die Tochter.

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„Wir konnten stundenlang reden und hatten nie genug zu sagen"

Die Ehefrau Jacqui, die mehr als 26 Jahre lang mit John 47, verheiratet war, hat ihrem „gutherzigen und ehrenwerten Mann" Tribut gezollt, nachdem sein Moped mit einem Range Rover zusammengestoßen ist.

„Wir konnten stundenlang reden und hatten nie genug zu sagen", sagte sie. Das Leben sei nicht perfekt gewesen, doch im Moment würden für sie die guten Momente stark überwiegen.

Ehefrau erinnert sich an „größten Date-Abend aller Zeiten"

„Die beste Erinnerung, die ich habe ist, dass er mich zu Bryan Adams gebracht hat. Es ist nicht die außergewöhnlichste Sache, die wir jemals getan haben, aber es stand auf meiner Wunschliste ganz oben und er überraschte mich mit Tickets. Es war unser größter Date-Abend aller Zeiten", so die Ehefrau.

Ehemann vor Weihnachten getötet

Johns Geschenke waren bereits unter dem Weihnachtsbaum, als der liebevolle Vater am 17. Dezember letzten Jahres sein Leben verlor. Seine Familie hat den Telesales-Manager bei SC Johnson in Denby als einen gutherzigen Enthusiasten beschrieben, der Lastwagen und Titanic liebte.

Tochter Kirsty sagte über ihn weiter: „Vater nahm sich immer Zeit für uns alle einzeln. Er hat mich immer umarmt, wenn ich reinkam. Es sind diese Momente, die ich am meisten vermisse."

Johns ältestes Kind, Stieftochter Anna (33), fügte noch hinzu: „Nach einer langen Verlobung bin ich froh, dass wir endlich die Hochzeit hatten, sodass Papa sehen konnte, wie eines seiner Kinder heiratet", erklärt die Tochter.

Vatertag sei letzte größere Zusammenkunft der Familie gewesen

Der Vatertag sei das letzte Mal gewesen, dass die ganze Familie zusammen gekommen sei, weil alle ein geschäftiges Leben haben. Selten seien alle gleichzeitig zusammen gekommen. „Alle Partner kamen und die Enkelkinder waren auch da, Wir mussten alle zwingen, ein Foto zu machen, aber ich bin so froh, dass wir es getan haben."

Ehefrau Jacqui hat die Unterstützung, die die Familie seit dem Unfall von der Öffentlichkeit erhalten hat, als „erstaunlich" bezeichnet. „Wir unterstützen uns gegenseitig als Familie und er wäre stolz zu wissen, dass wir zusammengekommen sind. Wir vermissen ihn sehr und er hat dieses tragische Ende nicht verdient", erklärt die Ehefrau.

Kritik an Polizei

Die Familie kritisert außerdem, dass sie zu wenig Unterstützung von der Polizei Derbyshire erhalten habe. Ihnen sei lediglich ein Heft ausgehändigt worden und sie hätten nur einen Offizier zu diesem Vorfall in einem Monat gesehen. Dazu sagte ein Sprecher der Polizei: „Wir bei der Polizei von Derbyshire sind bestrebt, alle Familien zu unterstützen, die aufgrund von Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind."

Trotzdem ist die Polizei auch selbstkritisch. Familie Saunders habe bei dieser Gelegenheit nicht die Unterstützung erhalten, die sie erwartet hat „und dafür entschuldigen wir uns. Die Beamten standen in Kontakt mit der Familie Saunders und haben sich auf eine Vorgehensweise geeinigt", erklären die Beamten.

Eine Untersuchung der Todesursache von John ist momentan in vollem Gange.

 
 

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