Name nicht weiblich genug? Eltern dürfen Tochter doch „Blu“ nennen

Die Tochter eines italienischen Paares sollte umbenannt werden (Symbolfoto).
Die Tochter eines italienischen Paares sollte umbenannt werden (Symbolfoto).
Foto: Daniel Ingold / imago/Westend61
  • Ein Paar wiurde von einem italienischen Gericht aufgefordert, den Namen ihrer kleinen Tochter zu ändern
  • Grund dafür ist ein seltsam klingendes italienisches Gesetz
  • Aber die Geschichte hat ein Happy End

Mailand.  Luca und Vittoria aus Mailand haben einen Namen für ihre Tochter gewählt, der sie in Konflikt mit dem italienischen Recht gebracht hat. Der Grund: Er sei nicht geschlechtsspezifisch genug. Ein Gericht forderte deshalb, dass die Eltern ihr Kind nach eineinhalb Jahren umbenennen.

Dabei hat sich das Töchterchen der italienischen Tageszeitung „Il Giorno“ zufolge bereits an den Namen gewöhnt. Zudem sei er bereits in allen amtlichen Dokumenten, einschließlich der Geburtsurkunde, vermerkt worden.

Vorname der Tochter nicht weiblich genug

Der gewählte Vorname klingt eigentlich harmlos: Blu, das italienische Wort für die Farbe blau. „Seit dem ersten Tag sagte mir Luca, dass er seine Tochter Blu nennen wolle, und ich entschied mich für Blu, weil das die Farbe des fünften Chakras (Energiezentren aus dem Hinduismus, Anm. d. Red.) ist.“

---------------------

Auch interessant:

Diese Vornamen sind so daneben, dass sie in Deutschland verboten sind

Eltern wollen Sohn Lucifer nennen – und scheitern damit

---------------------

Vater Luca erläutert, dass Blu auch als Kürzel für die drei italienischen Adjektive „bella, luminosa, unica“ (zu deutsch: „schön, leuchtend, einzigartig“) gesehen werden kann. Doch ein Gericht, befand, dass der Name eben ni4cht weiblich genug sei. Es stützt sich dabei auf eine Präsidial-Verordnung, der zufolge sämtliche Kindernamen in Italien geschlechtsspezifisch sein müssen.

Die Eltern wollten das so nicht hinnehmen und argumentieren dagegen: Im Jahr 2016 seien bereits mindestens sechs italienische Kinder „Blu“ getauft worden, sagen sie unter Berufung auf amtliche Statistiken.

Auch das Gericht hat nun ein Einsehen. Es entschied, dass die Eltern den Namen doch nicht ändern müssen. Vater Luca zeigte sich überglücklich. Er sagte laut der Zeitung „La Repubblica“, dass sie ihre Tochter so oder so weiterhin Blu genannt hätten. Aber die Tatsache, dass das nun auch offiziell ihr Name bleibe, sei wunderschön. (leve)

 
 

EURE FAVORITEN