Einheimische und Flüchtlinge prügeln sich an mehreren Orten

Die Polizei war in mehreren Städten wegen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen im Einsatz.
Die Polizei war in mehreren Städten wegen Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen im Einsatz.
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  • In Schwerin griffen 30 Deutsche eine Gruppe von Asylbewerber an
  • In Sangerhausen prügelten sich 20 Einheimische und mehrere syrische Asylbewerber
  • Lautstarke Auseinandersetzungen in Bautzen

Sangerhausen/Schwerin/Bautzen. In mehreren Städten ist es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen und Einheimischen gekommen. Bei den Vorfällen in Sangerhausen, Schwerin und Bautzen wurden nach Polizeimitteilungen vom Samstag mehrere Menschen verletzt.

Auf eine Asylbewerberunterkunft für minderjährige Flüchtlinge im brandenburgischen Jüterbog wurde zudem ein Brandanschlag verübt. Unbekannte warfen am Samstagmorgen zwei Brandsätze gegen ein Fenster, die die Doppelverglasung nach Angaben der Polizei aber nicht durchschlugen. Verletzt wurde niemand.

Auseinandersetzungen in drei Bundesländern

In Sangerhausen in Sachsen-Anhalt prügelten sich am Freitagabend etwa 20 Einheimische und mehrere syrische Asylbewerber. Drei Syrer wurden leicht verletzt. Auslöser könnte nach Angaben der Polizei Halle eine Körperverletzung sein, die ein 15 Jahre alter Syrer einem 16-jährigen Sangerhäuser am Mittwoch zugefügt haben soll. Ein möglicher fremdenfeindlicher Hintergrund der Schlägerei wird geprüft, der Staatsschutz ist eingeschaltet.

In Mecklenburg-Vorpommerns Hauptstadt Schwerin griffen am Freitagabend etwa 30 Deutsche eine Gruppe von etwa zehn Ausländern an. Ein Jugendlicher erlitt leichte Verletzungen. Vorangegangen war am Dienstag eine Auseinandersetzung am selben Ort, bei der zwei Syrer zunächst andere Zuwanderer und einen Einheimischen mit einem Messer bedroht und einen Streitschlichter geschlagen haben sollen.

Spannungen auch wieder im sächsischen Bautzen

Auf dem zentralen Platz treffen sich laut Polizei seit Wochen Gruppen von 20 bis 30 Zuwanderern, meist unbegleitete Minderjährige; immer wieder gibt es Auseinandersetzungen mit Einheimischen.

Auch im sächsischen Bautzen, wo es vor kurzem bundesweit beachtete Krawalle zwischen Flüchtlingen und Einheimischen gegeben hatte, kam es zu einem neuen lautstarken Streit zwischen Gruppen von Zuwanderern und Einheimischen. Beteiligt war eine Gruppe von etwa 20 bis 30 Personen sowie eine Gruppe von fünf bis zehn unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dabei bedrohte nach Polizeiangaben ein 17-jähriger Flüchtling einen 39-jährigen Deutschen mit einer abgebrochenen Glasflasche, verletzte sich aber versehentlich selbst an der Hand. Mitte September waren in der Bautzener Innenstadt etwa 20 Flüchtlinge und rund 80 vorwiegend Rechtsextreme aufeinander losgegangen. (dpa)

 
 

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