Eine Paartherapeutin hat das Sex- und Liebesleben in GZSZ analysiert – mit erstaunlichem Ergebnis

Nina (Maria Wedig) hofft in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf einen harmonisches Familienleben mit Martin (Oliver Franck) – realistisch wie der Rest des Liebeslebens bei GZSZ?
Nina (Maria Wedig) hofft in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf einen harmonisches Familienleben mit Martin (Oliver Franck) – realistisch wie der Rest des Liebeslebens bei GZSZ?
Foto: GZSZ Folge 6329 / MG RTL D
  • Eine Paartherapeutin untersuchte das Sex- und Liebesleben der Charaktere in GZSZ
  • Wie viele Trennungen gab es und unter welchen Umständen?
  • Das Ergebnis ihrer Analyse ist erstaunlich

Berlin.  Intrigen, Inzest, Trennungen – GZSZ thematisiert die ganze Bandbreite menschlicher Beziehungen. Vermutlich ist das auch eines der großen Erfolgsgeheimnisse der Soap. Dennoch würden selbst eingefleischte Fans das Sex- und Liebesleben in der Serie wohl kaum als realistisch bezeichnen. Die Analyse einer Paartherapeutin zeigt nun jedoch ein überraschendes Ergebnis.

Denn als Psychologin Diana Boettcher 111 Trennungen bei GZSZ unter die Lupe nahm, fand sie viele Ähnlichkeiten mit den realen Leidensgeschichten ihrer Patienten: So trennten sich 27 Prozent der Soap-Charaktere wegen zu wenig Gefühlen und 14 Prozent wegen unterschiedlichen Beziehungsvorstellungen. Die Paartherapeutin bestätigt aus ihrer praktischen Erfahrung heraus, dass die meisten Menschen sich tatsächlich wegen Beziehungsmüdigkeit eines Partners trennen.

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Zehn Prozent der Beziehungen sind inzestuös

Die weiteren Trennungsgründe in der Soap sind Untreue (13 Prozent) und Vertrauensmissbrauch (zwölf Prozent) – das wirkt nun doch etwas dramaturgisch überhöht. Abstrusere Gründe wie Zweckehe oder Inzest landeten auf den hinteren Plätzen mit zwei beziehungsweise ein Prozent. Amüsantes Detail: Nur ein Prozent der Protagonisten trennten sich wegen Inzest, obwohl in der Serie zehn Prozent der intimen Beziehungen innerhalb der Familie stattfinden.

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Der Prozentanteil an inzestuösen Beziehungen scheint somit unrealistisch überhöht. Die Vorliebe für den Tabubruch bei der Darstellung innerfamiliärer Liebesbeziehungen erinnert an die Erfolgsserie „Game of Thrones“: Dort haben Charaktere ebenfalls Sex mit Familienmitgliedern.

Jo Gerners Schicksal besonders unrealistisch

Der Rest der Beziehungsmuster zeigt jedoch ein relativ glaubhaftes Abbild der Realität: 53 Prozent der Trennungen fanden innerhalb einer festen Partnerschaft statt, 24 Prozent der Charaktere bei GZSZ beendeten eine Affäre, 18 Prozent ließen sich scheiden und nur fünf Prozent lösten eine Verlobung. Außerdem trennten sich die Frauen (54 Prozent) häufiger als die Männer (46 Prozent).

Backstage: Mit Susan Sideropoulos beim Cover-Shooting
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Das Schicksal eines speziellen Protagonisten ist besonders unglaubhaft: Anwalt Jo Gerner hatte zehn Partnerinnen, von denen ihm sechs eine Schwangerschaft vorgetäuscht hatten. Fünfmal hat Jo sich deshalb von ihnen getrennt.

Das Fazit der Therapeutin zu ihrer Analyse der Soap: „Bei GZSZ lassen sich trotz dramaturgischer Überspitzungen viele Anleihen zur Realität feststellen.“ (leve)