Ein Sommer im Burgenland

Spielfilm Der Film ist perfekt platziert. Wer Sehnsüchte bedienen will, zeigt im Winter am besten Sonnenschein und Wärme – wie in dem Melodram „Ein Sommer im Burgenland“, geschrieben von Alrun Fichtenbauer und Astrid Ströher, inszeniert von Karola Meeder. Der Film erzählt von der Sehnsucht einer reifen Frau (Hannelore Elsner) nach Heimat, Familie und neuer Liebe im Alter.

Sie reist von Köln ins österreichische Burgenland. Vordergründig will die mal resolute, mal übergriffige Übersetzerin eine werdende Mutter (Fanny Krausz) wieder mit dem Kindsvater, ihrem Sohn (Hubertus Grimm) zusammenbringen. Tatsächlich aber ist ihre Reise auch eine Reise in ihre Kindheit. Das Burgenland war für ihre Familie 1956 nur eine Zwischenstation auf der Flucht aus Ungarn. Warum? Dahinter verbirgt sich ein Familiengeheimnis, das die Gefühle der Kriegsgeneration anspricht.

Die Nestbau-Geschichte im Storchen-Paradies ist – Genre-typisch – Urlaub für die Augen, spart nicht mit süßlicher Musik, trägt streckenweise märchenhafte Züge, verliert aber den Alltag nicht völlig aus dem Blick.

ZDF, 20.15 Uhr

EURE FAVORITEN