Ein Arzt erklärt, was sich sterbende Kinder wirklich wünschen – und was du daraus lernen kannst

Herzerwärmend, was sterbende Kinder ihrem Arzt über das Leben erzählen.
Herzerwärmend, was sterbende Kinder ihrem Arzt über das Leben erzählen.
Foto: iStock by Getty Images
  • Ein Arzt berichtet auf Twitter von seinen Gesprächen mit Kindern, die im Sterben liegen
  • Hier erfährst du, was sie sich wünschen – und was du davon lernen kannst

Kapstadt.  Wenn du an eine Begegnung mit einem im Sterben liegenden Kind denkst, verspürst du vielleicht Angst oder Trauer. Wie bereichernd ein solches Treffen jedoch sein kann, zeigt nun der Kinderarzt Alastair McAlpine auf Twitter. Er startete einen Thread, in dem er von rührenden Gesprächen mit seinen jungen Patienten berichtet.

Der Arzt aus Kapstadt in Südafrika hat die sterbenden Kinder gefragt, was sie zu ihren Lebzeiten am meisten genossen hatten – und was ihnen im Leben Sinn gegeben hat. Die Antworten sind herzerwärmend – finden auch Twitter-Nutzer: Der Thread ging mit über 150.000 Likes viral.

Haustiere statt Facebook

„Kinder können sehr weise sein“, schreibt McAlpine. Zunächst stellt er klar: „KEINES der Kinder sagte, es hätte gern mehr Fernsehen geschaut. KEINES sagte, es hätte gern mehr Zeit auf Facebook verbracht. KEINES mochte es, mit anderen zu streiten und KEINEM gefiel die Zeit im Krankenhaus.“

Viele von ihnen hätten im Gespräch berichtet, wie sehr ihre Haustiere ihnen Freude bereiteten. „Ich liebe Rufus, sein lustiges Bellen hat mich immer zum Lachen gebracht“, erklärte ein Patient dem Arzt. „Ich liebe es, wenn Ginny nachts zu mir ins Bett gekrochen ist und geschnurrt hat“, sagte ein anderes Kind über seine Katze.

Familie ist das Wichtigste

Nichts war den Kindern wichtiger, als so viel Zeit wie möglich mit ihrer Familie zu verbringen. „Niemand liebt mich so sehr, wie meine Mami mich liebt“, hatte dem Arzt ein Kind erzählt. Gleichzeitig hätten sich die kranken Kinder Sorgen um ihre Eltern gemacht, weil diese sich aufgrund ihrer Situation große Sorgen machten. „Ich hoffe, Mama wird in Ordnung sein. Sie scheint traurig zu sein“, meinte einer.

Womit die Kinder am liebsten ihre Zeit verbrachten? Zu den Favoriten zählen auf jeden Fall am Strand spielen, Eis essen oder ein gutes Buch zu genießen, dass ihre Eltern ihnen vorlesen. Generell bereiteten ihnen humorvolle und freundliche Menschen am meisten Freude. „Viele wünschen sich, sie hätten weniger Zeit damit verbracht, darüber zu grübeln, was andere über sie denken und sie schätzten Leute, die sie normal behandelten“, schreibt McAlpine.

„Seid freundlich. Lest mehr Bücher.“

Die Gespräche sind nicht nur rührend, Erwachsene können etwas von ihnen lernen, wie McAlpine schreibt: „Seid freundlich. Lest mehr Bücher. Verbringt Zeit mit eurer Familie. Reißt Witze. Geht an den Strand. Knuddelt Euren Hund. Sagt dieser einen Person, dass Ihr sie liebt. Das sind alles Dinge, die diese Kinder gern noch viel öfter getan hätten – ach ja, und Eis essen natürlich!“ (leve)

 

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