Ehe-Aus für Scharping und Gräfin Pilati

München.  Das verflixte 13. Jahr: Rudolf Scharping (68), ehemaliger Verteidigungsminister, und seine Ehefrau, die Anwältin Kristina Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg (67), haben sich getrennt. Das berichtet die „Bunte“. Es sei ein „länger gereifter Entschluss“, sagten beide übereinstimmend. Man sei wie „vernünftige und erwachsene Menschen auseinandergegangen“. Offenbar spielte räumliche Trennung eine Rolle: Als Funktionär und Berater ist Scharping viel in China unterwegs, Pilati führt eine Kanzlei in Frankfurt/Main. „Entfernung kann auch Entfernen bedeuten“, sagt sie. „Die Liebe ist einfach gegangen.“

Für den SPD-Politiker ist es die zweite Ehe, mit seiner ersten Frau Jutta hat er zwei Kinder. Pilati war zuvor mit dem Banker Hendrik Borggreve verheiratet. Kennengelernt hatten sich Scharping und die Juristin 1999 in einem Frankfurter Politsalon.

2001 hatten die beiden sich für die „Bunte“ während eines Urlaubs im Swimmingpool ablichten lassen. „Total verliebt auf Mallorca“, titelte das Magazin dazu. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder entließ Scharping daraufhin. Angesichts eines bevorstehenden Bundeswehr-Einsatzes in Mazedonien habe er durch das Fotoshooting an Ansehen und Respekt verloren, lautete seine Begründung.

Ein „Rosenkrieg“ kommt für den SPD-Politiker und die Scheidungsanwältin nicht infrage. „Wahrscheinlich funktionieren wir besser als Freunde denn als Ehepaar“, sagt Gräfin Pilati. Und sie fügt hinzu: „Alles hat seine Zeit.“