Echo 2018: So rechnen Promis mit Kollegah und Farid Bang ab

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Mehr als die Musik standen sie bei den Echos im Mittelpunkt: die beiden Rapper Farid Bang und Kollegah. Das sagen die Promis dazu.

Berlin.  Als am Donnerstagabend mit dem Echo 2018 der wichtigste deutsche Musikpreis vergeben wurde, ging es weniger um die Musik. Die Preisverleihung wurde bereits im Vorfeld von der umstrittenen Nominierung der Rapper Farid Bang und Kollegah überschattet, die am Ende sogar einen Echo mit nach Hause nehmen durften.

Vor allem die Textzeile „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ aus dem Song „0815“ der beiden Musiker sorgte für Kritik. Bei der Preisverleihung wurden die beiden Rapper gnadenlos ausgepfiffen. Und dann gab es da noch einen Eklat mit Campino, der die beiden zuvor kritisiert hatte .

Kollegah und Farid Bang beim Echo im Mittelpunkt

Auch bei den Promis waren beide das Thema des Abends. Viele reagierten mit Unverständnis auf die Nominierung für die Echos, die ausgerechnet am 12. April, dem Holocaust-Gedenktag in Israel, verliehen wurden. Peter Maffay bezeichnete das gegenüber „Bild“ als „makaber und beschämend“.

Moderator Thore Schölermann postete ein Foto mit Stinkefinger auf Instagram. „Kritik auf Echo Niveau“, schrieb er dazu. Mit dem Echo für Kollegah und Farid Bang seien „alle anderen Ehrungen keine Ehre mehr sondern einfach nur peinlich ... und das ist schade weil die anderen sie verdient haben.“

Dunja Hayali twitterte, dass sie beim Echo eingeschlafen sei. Weiter schreibt sie: „Zwei Hip-Hop-Musiker bekommen einen Preis, trotz antisemitischer Zeilen. Und das auch noch am Holocaust-Gedenktag.“ Statt zu pfeifen hätten die anderen rausgehen sollen. „Provokation hat Grenzen!“

Olivia Jones sagte unserer Reporterin auf dem roten Teppich, dass beide Rapper ausgeladen hätten werden müssen. Sie würden „sinnlos Hass sähen, nur um sich zu promoten.“ Sänger Wolfgang Niedecken fand: „Auschwitz-Vergleiche gehen nicht“. Das sei geschmacklos.

Kollegah selbst glaubt indes nicht, dass noch viel von der Debatte übrig bleibt. „Ja klar freuen wir uns über den Preis! Die ganze Kritik juckt doch eh keinen!“, sagte er zu „Bild“. (bekö)

 
 

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