Dunja Hayali im ZDF: Dieser makabere Themenwechsel sorgt für Ärger bei den Zuschauern

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali.
ZDF-Moderatorin Dunja Hayali.
Foto: imago/Sven Simon

Ein kontroverses Thema sorgte bei der aktuellen Ausgabe der Talk-Show mit Dunja Hayali (44) auf ZDF für emotionale Momente.

Drei Gäste sind ins Studio von Dunja Hayali eingeladen, um über das Thema der Sterbehilfe in Deutschland zu diskutieren. Darunter sind Theologin Anne Schneider (69), der ehemalige Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider (71) und Hans-Jürgen Brennecke (74), der unheilbar an Krebs erkrankt ist.

Dunja Hayali im ZDF: Krebskranker fordert Sterbehilfe vom Staat

Wegen seines Zustandes stellte Brennecke im November 2017 einen Antrag auf Sterbehilfe. Er forderte vom Staat die Freigabe eines Betäubungsmittels in tödlicher Dosis.

So wollte Brennecke den Zeitpunkt und Ort seines Todes selbst bestimmen. Der Antrag wurde von der Behörde jedoch abgelehnt.

„Wahnsinnige Arroganz der Entscheider“

Die Entscheidung des Staates kann Brennecke nicht nachvollziehen: „Es ist eine wahnsinnige Arroganz der Entscheider, dass die sagen: ihr leidet, weil wir euch das beste Mittel vorenthalten“.

Für Brennecke scheint der Tod an für sich gar kein Problem zu sein. Er habe keine Angst davor, erzählt er. Weitaus angsteinflößender wäre für den 74-Jährigen ein „würdeloses Dahinsiechen“:

„Ich will nicht Wochen oder gar Monate total sediert irgendwo rumliegen und versorgt werden. Was ist das für ein Abgang?“

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Brennecke wünscht sein einen würdevollen Abgang

Brennecke wünscht sich einen würdevollen Tod. Er möchte sich vernünftig von seinen Freunden und Familie verabschieden und selbst über den Zeitpunkt und Ort seines Todes entscheiden.

Seine Freunde teilen seine Meinung. Zwar würde ihnen der Abschied von Brennecke und der Verlust der Freundschaft viele Schmerzen bereiten, sie verstehen aber seinen Wunsch.

Jetzt kämpft der ehemalige Lehrer und Sozialpädagoge um das Recht auf Sterbehilfe. Er findet, in seinem Alter und bei der Schwere der Krankheit muss man die Möglichkeit haben, selbst über den eigenen Tod zu entscheiden.

Sterbehilfe in der Schweiz ist schon länger legal

Anne Schneider, die in 2014 selbst an Krebs erkrankte, kann den Wunsch von Brennecke sehr gut nachvollziehen. Damals wollte sie selbst in die Schweiz reisen, um Sterbehilfe zu beantragen. Dort ist die Sterbehilf nämlich legal.

Das kommt für Brennecke aber nicht in Frage: „Ich finde es unerträglich, dass wir die Schweizer Bürger mit unseren Problemen belasten. Unser Land hat die Pflicht, das anständig für unsere Bürger zu regeln“.

Brenneckes emotionale Worte regen einen zum Nachdenken an: „Ich hatte ein fantastisches Leben. Warum soll ich am Ende noch paar Woche rausquetschen, wenn die 75 Jahre gut waren? Macht für mich keinen Sinn“.

Themenwechsel wirkt beinahe makaber

Umso deplatzierter wirkt der anschließende Themenwechsel der Show – innerhalb von Sekunden wechselt Dunja Hayali von Sterbehilfe zum Fußball.

Die Sendung nach so einem schwierigen Thema mit einem Fußball-Thema abzuschließen, kommt einem schon beinahe makaber rüber. Das Thema wirkt extrem fehlplatziert.

Der Themenwechsel hätte wohl kaum härter sein können.

 
 

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