Dschungelcamp 2019 in der Krise: Diese Zahlen sollten RTL zu denken geben

Das Dschungelcamp schwächelt.
Das Dschungelcamp schwächelt.
Foto: Stefan Menne/RTL

Köln. Das Dschungelcamp gehört zu den festen Bestandteilen des RTL-Jahres. Neben „Deutschland sucht den Superstar“ und „Das Supertalent“ ist das Dschungelcamp gewöhnlich einer der absoluten Quotentreiber von RTL. Doch dieses Jahr stürzt das Erfolgsformat in die Krise.

Wie das Branchenmagazin „DWDL“ berichtet, sind die Quoten des Formats bisher denkbar schlecht. Zwar läuft das Format immer noch wesentlich besser als andere Sendungen zur Uhrzeit - doch im Vergleich zu den vergangenen Staffeln steckt das Dschungelcamp in der Krise.

Dschungelcamp 2019 in der Krise: Das sind die Zahlen

Zum Auftakt schalteten demnach 3,33 Millionen Menschen in der Zielgruppe (14 bis 49) ein - weniger als im ohnehin schon schwachen Vorjahr. Insgesamt schalteten etwa 5,9 Millionen Zuschauer ein.

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Am Samstag ging es dann noch weiter abwärts. „Nur“ 5,1 Millionen Zuschauer wollten sehen, wie die vermeintlichen Stars sie im Dschungel quälen. Wie „DWDL“ berichtet, ist dieser Rückgang ungewöhnlich. Normalerweise habe das Dschungelcamp seine Quoten nach der Auftaktshow stets gehalten oder sogar noch gesteigert.

RTL-Sendung ist weit von einstigen Traumquoten entfernt

Am Sonntag ging es dann noch einmal abwärts. Da schalteten nicht einmal mehr 4,5 Millionen Menschen ein. Für RTL sind das immer noch herausragende Quoten - doch der Kölner Sender sollte langsam über die Zukunft des Formats nachdenken.

Dschungelcamp: Das sind die bisherigen Dschungelkönige

  • 2004 (Januar): Costa Cordalis
  • 2004 (Oktober): Désriée Nick
  • 2008: Ross Anthony
  • 2009: Ingrid van Bergen
  • 2011: Peer Kusmagk
  • 2012: Brigitte Nielsen
  • 2013: Joey Heindle
  • 2014: Melanie Müller
  • 2015: Maren Gilzer
  • 2016: Menderes Bagci
  • 2017: Marc Terenzi
  • 2018: Jenny Frankhauser

So schalteten etwa bei der fünften Staffel im Jahr 2010 noch durchschnittlich 7,4 Millionen Menschen ein. Zahlen, von denen RTL aktuell weit entfernt ist. Und auch 2013 hatte der Auftakt der Show noch sagenhafte 7,77 Millionen Zuschauer.

Kandidaten überbieten sich in ihrer Unbekanntheit

Doch woher rührt die kleine Krise des Dschungelcamps? Sicherlich ermüdet das Format langsam. Wirkliche Neuerungen gab es in den vergangenen Jahren nicht, auch die einstigen Ekel-Prüfungen haben ihren seltsamen Reiz verloren. Jeder Zuschauer und jeder Teilnehmer weiß mittlerweile, was ihn oder sie im Dschungel erwartet.

Hinzu kommt, dass dem Format dieses Jahr ein Zugpferd fehlt. Die Teilnehmer überbieten sich in ihrer Unbekanntheit, rekrutieren sich nicht einmal mehr als der ersten Riege der Casting - und Reality-Formate. Mittlerweile reicht schon ein halbwegs bekannter Podcast für die Teilnahme.

Droht dem „Dschungelcamp“ das Schicksal von DSDS?

In den Vorjahren gab es regelmäßig Teilnehmer die entweder bekannt waren oder in einer breiten Öffentlichkeit polarisierten. Michael Wendler, Brigitte Nielsen, Gina-Lisa Lohfink oder Costa Cordalis. Das fehlt in diesem Jahr.

Über das nahende Ende der Show sollte trotzdem niemand spekulieren. Die Quoten des Dschungelcamps sind zwar deutlich schlechter als in den Vorjahren - aber die Show erzielt im Vergleich zu anderen Formaten immer noch hervorragende Marktanteile. Letztlich könnte es dem Dschungel wie „Deutschland sucht den Superstar“ ergehen.

Auch die Bohlen-Show ist weit von einstigen Traumquoten entfernt, dürfte aber dank überdurchschnittlicher Quoten immer noch viel Geld in die Kassen von RTL spülen.

 
 

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