Druck auf Eltern der vermissten Maddie McCann wächst – jetzt schließt ihre Mutter den Spendenshop

Madeleines Eltern Gerry und Kate McCann könnten bald viel Geld verlieren.
Madeleines Eltern Gerry und Kate McCann könnten bald viel Geld verlieren.
Foto: imago stock&people / imago/GlobalImagens
  • Durch einen Rechtsstreit geraten die Eltern der vermissten Maddie McCann unter enormen Druck
  • Nun schloss Mutter Kate McCann sogar den Online-Shop, mit dem für Maddies Suche Spenden gesammelt wurden

London.  Die Eltern der seit elf Jahren vermissten Madeleine McCann geraten aufgrund eines Rechtsstreits mit dem ehemaligen Chef-Ermittler in Maddies Fall immer weiter unter Druck. Nun schlossen Kate und Gerald McCann sogar ihren Online-Shop, in dem Maddie-Merchandise verkauft wurde, um Spenden für die weitere Suche nach dem Mädchen zu sammeln.

Kate schreibt auf der Website des Shops: „Leider kann ich mich zu diesem Zeitpunkt wegen der vielen Verpflichtungen und des Drucks nicht um Online-Bestellungen kümmern. Wir schätzen Ihre Unterstützung sehr. Vielen Dank an alle, die freundlicherweise über unseren Online-Shop an Madeleines Fond gespendet haben.“

Maddie McCanns Eltern könnten viel Geld verlieren

Es gebe jedoch weiterhin Möglichkeiten, zu spenden, wird unten auf der Homepage vermerkt. Ein anonymer Vertrauter des Ehepaars McCann behauptet gegenüber der „Daily Mail“, die Spendenquelle aus dem Online-Shop sei sowieso bereits seit Langem versiegt, weil der Fall um die vermisste Maddie nicht mehr ausreichend mediale Aufmerksamkeit erregen würde.

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Seit 2007 wird Madeleine McCann vermisst. Nach Schilderungen ihrer Eltern schlief das damals dreijährige Mädchen in der Nacht ihres Verschwindens zusammen mit ihren Geschwistern in einer portugiesischen Ferienwohnung. Als ihre Eltern aus einem Restaurant zurückkamen, hätten sie entsetzt festgestellt, dass Maddie nicht mehr in ihrem Bett lag. Was mit Maddie geschehen ist, ist bis heute nicht geklärt.

Streit um Spenden für Suche nach Maddie

Spenden, die die McCanns bereits für die weitere Fahndung nach Maddie gesammelt haben, könnten ihnen nun durch einen Rechtsstreit abgesprochen werden. Sie müssen sich laut „The Sun“ vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen Goncalo Amaral verteidigen.

Amaral leitete einst die Ermittlungen im Fall Maddie. Anschließend schrieb er ein Buch über die Fahndung nach dem Mädchen. Darin behauptete er, Maddies Eltern würden eine Mitschuld am Verschwinden des Mädchens tragen und wollten dies vertuschen.

Die McCanns gewann im Frühjahr 2015 eine Verleumdungsklage gegen Amaral, der ihnen 600.000 Euro Entschädigung zahlen musste. Doch das Urteil wurde gekippt, Amaral eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet rund 483.500 Euro in Aussicht gestellt.

Wahrscheinlich müssen die McCanns bereits in diesem Jahr zu einer Anhörung vor dem Europäischen Gerichtshof erscheinen. Falls sie gegen Amaral verlieren, müssten sie ihm nicht nur die 483.500 Euro zahlen, sondern zusätzlich für die hohen Gerichtskosten aufkommen. Die 843.000 Euro, die die McCanns der „Sun“ zufolge in einem Fond für die Suche nach Maddie angespart hatten, wären damit offenbar auf einen Schlag verloren. (leve)

 
 

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