Drei Jahre Haft für Tennis-Profi wegen EC-Karten-Diebstählen

Frankfurt/Main. Zu drei Jahren Freiheitsstrafe wegen zahlreicher Diebstähle von Kredit- und EC-Karten hat das Frankfurter Landgericht am Montag den Tennis-Profi Maximilian A. verurteilt. Der 27-Jährige hatte im Prozess gestanden. Bei der Frankfurter Polizei trug er den Spitznamen "Hui-Buh".

Zu drei Jahren Freiheitsstrafe wegen zahlreicher Diebstähle von Kredit- und EC-Karten hat das Frankfurter Landgericht am Montag den Tennis-Profi Maximilian A. verurteilt. Der 27-Jährige hatte gestanden, die Karten und die Schreiben mit den Geheimzahlen aus Briefkästen gestohlen und damit Geld abgehoben zu haben. Er richtete laut Urteil mit 79 Betrügereien und Diebstählen einen Schaden von rund 120.000 Euro an.

Der Angeklagte hatte zugegeben, in den Jahren 2006 bis 2008 aus den Briefkästen von Bekannten und Familienangehörigen die Karten gefischt zu haben. Er habe sie dafür genutzt, um im Internet Reisen zu Turnieren zu buchen und um zu wetten. Außerdem habe er an Automaten Geld damit abgehoben. Zur Tarnung zog sich der Tennis-Profi ein Bettlaken über den Kopf. Die Frankfurter Polizei gab ihm deshalb den Spitznamen Hui-Buh nach dem berühmten Schlossgespenst aus einem Kinderbuch.

Die Ermittler stellten ihn schließlich, nachdem sie eine fingierte Kreditkarte in einen Briefkasten gelegt hatten. Der Vorsitzende Richter nannte das Verhalten des 27-Jährigen rücksichtslos und dreist. Der Sportler habe das Vertrauen seiner Bekannten und Familienangehörigen ausgenutzt.

Der Verteidiger, der auf eine Bewährungsstrafe plädiert hatte, kündigte Revision gegen das Urteil an. Die Richter haben den Sportler vorerst aus der Untersuchungshaft entlassen und den Haftbefehl außer Vollzug gesetzt, bis das Urteil rechtskräftig ist.

2007 mit Kokain erwischt

Der Verurteilte galt als große deutsche Tennishoffnung. 2003 war er Deutscher Meister. 2007 erwischten ihn Dopingkontrolleure bei einem Turnier in Frankreich, weil er Kokain genommen hatte. Er wurde für zwei Jahre gesperrt.

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