Dozent beleidigt Homosexuelle und wirft mit rassistischen Äußerungen um sich - das war’s mit seiner Lehrerlaubnis

Der Dozent gab Biologiedidaktik-Seminare an der TU Darmstadt und fiel mit fragwürdigen Kommentaren auf.
Der Dozent gab Biologiedidaktik-Seminare an der TU Darmstadt und fiel mit fragwürdigen Kommentaren auf.
Foto: imago stock&people
  • Ein Dozent der TU Darmstadt fiel mit fragwürdigen Kommentaren auf
  • Er bezeichnete Homosexuelle etwa als „krank“ und „behindert“
  • Nun wurde ihm die Lehrerlaubnis entzogen

Darmstadt.  Eklat an der TU Darmstadt: Einem Dozenten wurde seine Lehrerlaubnis entzogen, weil er wiederholt rassistische, sexistische, homo- und transphobe Bemerkungen in seinen Vorlesungen machte. Das teilte der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Universität in einer Pressemitteilung mit.

Der Dozent habe Biologiedidaktik-Seminare gegeben und jahrelang zweifelhafte Inhalte in seinen Vorlesungen vermittelt. So habe er homosexuelle Menschen etwa als „krank“ und „behindert“ bezeichnet. Sie seien, ebenso wie Transsexuelle, für ihn auch keine gleichwertigen Menschen und sollten nicht die gleichen Rechte wie Heterosexuelle haben.

Frauen finden keinen Mann, wenn sie studieren

Studierenden Frauen habe er geraten, auf ihre „Mutterinstinkte“ zu hören und nicht zu studieren – denn als studierte Frau würden sie auch keinen Mann finden. Als Quelle habe er unter anderem die frauen- und LGBTIQ-feindliche Website „wikiMANNIA“ angegeben.

Doch der Hass des Lehrenden geht noch weiter. So habe er etwa die Existenz von Menschenrassen propagiert und seinen Studenten NS-Lektüre wie „Die kleine Rassenkunde des deutschen Volkes“ empfohlen.

Kasseler Professor durch ähnliche Aussagen aufgefallen

Studenten haben außerdem Kommentare wie „Neger, das darf man ja so jetzt leider nicht mehr sagen...“ protokolliert. Die Studierenden beschwerten sich schließlich über den Dozenten, auf Drängen des AStA wurde ihm schließlich die Lehrerlaubnis für das kommende Wintersemester entzogen.

Offenbar ist der Darmstädter Dozent nicht die einzige Lehrkraft, die zweifelhafte Ansichten hat. Laut der Pressemitteilung sei ein Kasseler Biologie-Professor durch ähnliche Aussagen aufgefallen. So habe er die Ehe für alle erst kürzlich als „staatlich geförderte Pädophilie“ bezeichnet. Der Professor darf jedoch weiterhin an der Universität Kassel unterrichten. (lhel)