Doppelmord: Frauenleichen in Wohnung von Wetterexperte entdeckt

In diesem Haus wurden am Montagnachmittag die Leichen von zwei Frauen entdeckt.
In diesem Haus wurden am Montagnachmittag die Leichen von zwei Frauen entdeckt.
Foto: Matthias Schneider / dpa
  • In der Wohnung eines Wetterexperten wurden die Leichen von zwei Frauen entdeckt
  • Der Mann wurde daraufhin festgenommen, es gibt erste Hinweise auf ein Gewaltverbrechen
  • Opfer und Täter hätten sich gekannt

Petershausen.  Zwei Freundinnen wollten einen Mann in der Gemeinde Petershausen bei München in Oberbayern besuchen, seitdem galten sie als vermisst. Am Montagnachmittag entdeckte die Polizei die Leichen der beiden Frauen in der Wohnung eines Wetterexperten.

Der 53-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, gegen ihn wird wegen zweifachen Mordes ermittelt.

Bekanntschaft zwischen Opfern und Täter

Am Montag hatten Angehörige die beiden 40 Jahre alten Freundinnen als vermisst gemeldet. Sie hatten der Polizei auch mitgeteilt, dass die zwei Frauen nach Petershausen fahren wollten.

„Was wir bisher wissen, ist, dass es eine Bekanntschaft gab zwischen den Opfern und dem Täter“, teilte Polizeisprecher Peter Grießer mit.

Gericht erließ Haftbefehl gegen den Mann

Bei der Suche nach den Frauen durchsuchten Polizisten die Wohnung des Mannes in Petershausen. Als sie sich am Montagnachmittag mit Hilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt verschafften, fanden sie die Leichen.

Der Mann hätte sich widerstandslos von der Polizei festnehmen lassen, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Er habe sich aber bisher nicht zu dem Geschehen geäußert.

Die Polizei wolle sich deshalb aus ermittlungstaktischen Gründen nicht dazu äußern, was sich in der Wohnung abgespielt haben könnte, sagte Polizeisprecher Grießer. Ein Gericht erließ Haftbefehl.

„Jetzt ist akribische Kleinarbeit zu leisten“

Die Obduktion der beiden Leichen im Institut für Rechtsmedizin in München habe aber unter anderem Gewalteinwirkung gegen den Hals ergeben. Auch die Spurensicherung in der Wohnung brachte Hinweise darauf, dass die Frauen einem Gewaltverbrechen zum Opfer fielen.

Nun werde im Umfeld der Opfer und des Mannes ermittelt, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die Ermittlungen seien aufwendig. „Jetzt ist akribische Kleinarbeit zu leisten“, sagte Grießer. (dpa/alka)

 
 

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