Dominik Brunner: Mörder des Münchener Managers wieder frei - unter diesen Auflagen

Markus S. im Prozess wegen des Mordes an Dominik Brunner.
Markus S. im Prozess wegen des Mordes an Dominik Brunner.
Foto: dpa/Montage: Der Westen

München. Der Mörder des Münchener Managers Dominik Brunner ist wieder auf freiem Fuß. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Der Tod von Dominik Brunner hatte 2009 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Brunner ging dazwischen, als zwei junge Männer an einem Münchener U-Bahnhof eine Gruppe Jugendliche überfallen wollte. Doch der damals 50-jährige Brunner wurde selbst zum Opfer. Er griff die beiden jungen Männer an. Doch der damals 18-Jährige Markus S. wehrte sich heftig und trat auch noch auf Brunner ein, als der bereits am Boden lag. Brunner starb wenig später in einer Münchener Klinik.

Dominik Brunner: Haupttäter wegen Mordes verurteilt

Das Gericht griff damals durch und verurteilte Markus S. wegen Mordes mit versuchter räuberischer Erpressung zu neun Jahren und zehn Monaten Haft. Sein Mittäter Sebastian L. wurde wegen versuchter räuberischer Erpressung mit Todesfolge verurteilt. Er ist bereits seit 2014 wieder auf freiem Fuß.

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Nun hat auch S. das Gefängnis verlassen. Das bestätigte das Landgericht Augsburg auf Nachfrage von „Bild“. Der mittlerweile 28-Jährige hat seine Jugendstrafe demnach komplett abgebüßt.

Harte Auflagen für Markus S.

Nach Informationen der Zeitung sind mit seiner Freilassung aber harte Auflagen verbunden:

  • Markus S. muss jeden Wohnsitzwechsel melden
  • Er darf keinen Kontakt zu Zeugen des Mordes an Brunner aufnehmen
  • Er darf keine Waffen, nicht einmal ein Küchenmesser, mit sich führen
  • Selbst Alkohol ist für ihn tabu. Das wird mit Haar-, Blut- und Urinproben kontrolliert
  • Er muss regelmäßig zur Psychotherapie
  • Der verurteilte Mörder muss stets ein Handy bei sich tragen, damit sein Standort überwacht werden kann

Der Tod von Brunner hatte seinerzeit für Bestürzen in der Öffentlichkeit, speziell in München, gesorgt. In Gedenken an den verstorbenen wurde noch 2009 die „Dominik-Brunner-Stiftung für Zivilcourage“ ins Leben gerufen. (fel)

 
 

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