dm: Neusortierung sorgt für Ärger – „Ordentlich an Image eingebüßt!"

Ein Kunde findet die Neusortierung in den dm-Filialen gar nicht gut. (Symbolbild)
Ein Kunde findet die Neusortierung in den dm-Filialen gar nicht gut. (Symbolbild)
Foto: imago images / Horst Galuschka

Sicher hast du auch schon die neuen Regale am Eingang der dm-Filialen gesehen, die mit der neuen schwarzen „Seinz“-Produktlinie bestückt sind.

Mit der neuen Eigenmarke will dm die männliche Kundschaft in seine Filialen locken. Die und die damit verbundene Neusortierung des Sortiments in den Filialen kommt nicht bei allen Kunden gut an – auch nicht bei den männlichen.

Neue Sortierung bei dm sorgt für Unmut

Zu den unzufriedenen Kunden gehört auch Tobias S.. Den langjährigen dm-Kunden stört vor allem, dass die Produkte für die männliche Kundschaft seit kurzem in einer eigenen Abteilung zu finden sind.

„Das eigentlich längst überholt gehoffte Gender-Marketing mit "Seinz" - geschenkt“, schreibt S. auf der Facebook-Seite von dm. „Aber die Männer-Abteilung trifft mich nicht nur als Feminist, sondern stört mein Einkaufsverhalten auch immens: Mir ist es egal, ob ein Produkt, das ich kaufen möchte, 'für Männer', 'für Frauen' oder 'für 3 beinige Einhörner' gebrandet ist. Dementsprechend möchte ich auch in jeder Produktkategorie stöbern können, ohne dafür 2 Regale an völlig unterschiedlichen Stellen im Laden abgrasen zu müssen“, erklärt der Kunde seinen Unmut.

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Kunde wütend Geschlechtertrennung bei dm

Am meisten ärgere er sich dann, wenn er ein bestimmtes Produkt suche, aber nicht mehr wisse, für welches Geschlecht es gebrandet sei. Die Rennerei durch den halben Laden mache ihn geradezu „irre“, sagt er.

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Aber das ist noch nicht alles. „Ganz nebenbei finde ich es auch ganz schön schade, dass ihr mit ,für Männer' auch divers-geschlechtliche Menschen ausgrenzt. Eigentlich möchte man im Jahr 2019 doch eher entgegengesetzte, also inklusive, Schritte erwarten“, findet er.

Kunde findet: dm büßt Image ein

„Gerade von Euch“, schreibt der enttäuschte Kunde weiter. Sein Fazit zu dem neuen Konzept in den Filialen fällt daher auch ernüchternd aus: „Ganz ehrlich, mit der Aktion habt ihr bei mir nicht nur ordentlich an Image eingebüßt, der Einkauf bei Euch macht mir auch wesentlich weniger Spaß.“

Viele Kunden stimmen dem Mann zu. „Applaus!“, heißt es in den Kommentaren. dm kann die enttäuschten Reaktionen nicht nachvollziehen. „Mit dem Seinz-Regal in den dm-Märkten passen wir uns an die veränderten Bedürfnisse an. Wir reagieren hierbei auf Wünsche und Rückmeldungen unserer Kunden, daraus entwickelte sich das Konzept zu Seinz“, antwortet der Drogeriemarkt.

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„Eine Diskriminierung eines Personenkreises auf Grund des Geschlechtes liegt uns fern“, heißt es dort weiter.

Einführung der „Seinz“-Regale sorgte schon bei der Einführung für Kritik

Und dennoch: Schon bei der Einführung der „Seinz“-Regale im März kritisierten Kunden und Branchenportale die Geschlechtertrennung bei dm. Vor allem das Gender-Marketing, also dunkle Farben oder Produktnamen wie „Straßenkicker“, sorgten dabei für Unmut. (vh)

 
 

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