Disney-Erbin besucht zum ersten Mal Disneyland: Sie ist erschüttert

Die Menschen in den Disney-Kostümen im Disneyland beschweren sich über ihren Arbeitgeber. (Symbolbild)
Die Menschen in den Disney-Kostümen im Disneyland beschweren sich über ihren Arbeitgeber. (Symbolbild)
Foto: imago images / AFLO

Einmal Mickey Mouse, Donald Duck und die anderen Helden aus der Disney-Familie kennen lernen – noch immer der Traum vieler Kinder und der Grund, warum jedes Jahr tausende Familien Disneyland besuchen.

Doch wie es scheint, sind die Menschen in den Kostümen, die den Disney-Figuren Leben einhauchen, im echten Leben gar nicht mal so gut gelaunt.

Dicke Luft bei Disney: Mitarbeiter leiden unter schlechten Bedingungen

Das berichtete die Disney-Erbin Abigail Disney (59), Enkelin von Walt Disneys (†65) und dessen Bruder Roy (†78) in der Yahoo-Show „Through her Eyes“ nach einem Besuch im Disneyland.

Ein Disneyland-Mitarbeiter habe sich bei ihr mittels Facebook-Nachricht über die schlechten Arbeitsbedingungen und die unfaire Bezahlung beklagt. Davon machte sich Abigail Disney anschließend selbst ein Bild beim Disneyland in Anaheim.

Und die Beschreibungen in der Nachricht des Mitarbeiters stellten sich als treffend heraus.

„Muss im Müll nach Essen suchen“

Abigail Disney forschte in Kalifornien nach den Lebensumständen der Angestellten. Davon berichtete sie in der Sendung: „Jeder Mitarbeiter, mit dem ich gesprochen habe, sagte mir: 'Ich weiß nicht, wie ich dieses fröhliche Gesicht bewahren kann, wenn ich zuhause in anderer Leute Müll nach Essen suchen muss'.“

Das passe nicht zu der Unternehmenskultur, die ihr Großvater ihr nahegelegt habe, sagte sie anschließend.

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Selber kann Abigail Disney allerdings nichts an den Umständen ändern. Die Verantwortung dafür liegt bei Bob Iger (68), der als Geschäftsführer von Disney rund 66 Millionen Dollar im Jahr verdiene. „Er könnte jedem Angestellten bei Disneyland 15 Prozent mehr Gehalt geben und hätte immer noch 10 Million übrig“, sagte Disney.

Abigail Disney wünscht sich besseres Klima für die Mitarbeiter

„Er ist ein toller CEO. Aber wenn ich er wäre, würde ich mehr wollen als das. Ich wäre gerne der Typ, der diesen Ort zu einem besseren macht. Weil er die Power hat, genau das zu machen“, sagt die 59-Jährige.

Dass sie seinen Kurs nicht gutheiße, habe sie ihm per Email mitgeteilt. Eine Antwort soll er Abigail Disney bis heute schuldig sein.

Stattdessen meldete sich Disney nach Ausstrahlung der Sendung bei „Yahoo“ zu Wort. Dort hieß es, die Beschuldigungen seien „unbegründet“ und eine „unfaire Übertreibung“. (vh)

 
 

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