Buchhändler klagen: Deshalb kaufen immer weniger Menschen Bücher

Etwa 2600 Aussteller präsentieren vom 15. bis 18. März in Leipzig die Neuheiten der Verlagsbranche.
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Foto: Sebastian Willnow / dpa
Buchhändler glauben, soziale Medien hielten Menschen vom Bücherlesen ab. Doch noch ist der Umsatz des Buchhandels einigermaßen stabil.

Leipzig.  Der Buchhandel verzeichnet trotz stabiler Umsätze einen schleichenden Käuferschwund. Von 2013 bis 2017 habe die Zahl der Bücherkäufe um 6,4 Millionen auf rund 29,6 Millionen abgenommen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, am Mittwoch vor Eröffnung der Leipziger Buchmesse.

Als entscheidende Ursache für den Rückgang bezeichnete Skipis den digitalen Wandel in der Medienlandschaft. Viele Menschen fühlten sich „in der Multitasking-Gesellschaft“ vor allem durch soziale Medien stark gestresst, „da bleibt nur noch wenig Zeit für das Lesen“, sagte er. Zudem sinke die Aufmerksamkeitsspanne. Hierin liege jedoch zugleich auch das Potenzial, „diese Käufer zurückzugewinnen“, sagte Skipis. Diese müssten in Zukunft wieder überzeugt werden, dass das Buch „ein Pol der Ruhe und Balsam für die Seele ist“, erklärte er.

Dass der Umsatz des Buchhandels dennoch „halbwegs stabil“ geblieben sei, liegt dem Geschäftsführer zufolge daran, „dass die weniger verbleibenden Käufer mehr Bücher kaufen“. Zudem seien die Preise über die vergangenen Jahre hinweg leicht gestiegen. (epd)

 
 

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