Dieser Obdachlose findet eine Handtasche – wie er reagiert, macht ihn zu einem wahren Helden

Der Obdachlose Paul Calderbank aus Bolton hat zwei Tage damit verbracht, die Eigentümerin einer gefundenen Handtasche zu finden.
Der Obdachlose Paul Calderbank aus Bolton hat zwei Tage damit verbracht, die Eigentümerin einer gefundenen Handtasche zu finden.
Foto: Daisy Owen
  • Ein Obdachloser aus England hat mit einer Heldentat eine junge Frau überglücklich gemacht
  • Paul fand eine verloren gegangene Handtasche – mit iPhone, Geld und Schlüsseln
  • Nach langer Suche fand der die Besitzerin – und nun bekommt er viel Dankbarkeit zu spüren

Bolton/Berlin.  Paul Calderbank aus dem englischen Bolton hatte es nicht immer leicht im Leben. Der Brite ist obdachlos, lebt in diesen Tagen in einem Hostel. Und trotzdem scheint er alles andere als verbittert zu sein, wie seine jüngste Heldentat zeigt.

Paul hat Mitte September auf der Straße eine Handtasche gefunden. Mit Portemonnaie, 500 Pfund, einem iPhone, Führerschein, Schlüsseln. Ein kleines Vermögen für einen Obdachlosen. Doch Paul dachte gar nicht daran, die Sachen für sich zu behalten.

Obdachloser hat Angst, für Dieb gehalten zu werden

Paul suchte zwei Tage lang nach der Besitzerin der Handtasche. Er fragte Menschen, ob sie die Frau kennen. Von seinem Fund erzählte er zunächst allerdings nichts, vor allem nicht anderen Obdachlosen – aus Angst, für einen Dieb gehalten zu werden, und aus Angst, dass die Tasche gestohlen werden könnte.

Schließlich fand Paul tatsächlich einen alten Schulfreund der Besitzerin – die 20-jährige Daisy Owen. Sie hatte die Tasche am Wochenende beim Feiern verloren, musste sich später Geld für ein Taxi leihen, von einem Fremden. „Mein Herz war gebrochen“, schreibt Daisy bei Facebook. Aber dank Paul sei sie nun „dankbar und glücklich“.

„Endlich habe ich Glauben an die Menschlichkeit!“

Denn die Handtasche fand den Weg sicher zu ihr zurück. Mit allem Inhalt. Und einem dreiseitigen Brief von Paul, in dem er erklärt, warum er handelte, wie er handelte. Er schreibt unter anderem: „Jetzt fühle ich mich wie ein ehrlicher Mensch, es fühlt sich so gut an, das Richtige zu tun und keinen Penny von dem Geld genommen zu haben.“

Daisy war so gerührt, dass sie Paul etwas zurückgeben wollte. Sie startete eine Crowdfunding-Kampagne, um Paul Geld zum Wohnen und Essen zukommen zu lassen. Immer mehr Medien berichteten über den aufrichtigen Finder. Fast 2700 Pfund kamen in den ersten zehn Tagen zusammen (Stand: 29. September, 8 Uhr).

Daisy schreibt auf der Crowdfunding-Seite, dass Paul überwältigt sei von der Unterstützung für ihn. Und Daisy scheint sowieso überglücklich: „Endlich habe ich Glauben an die Menschlichkeit!“

(ba)

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