Die neuen Action-Cams verbinden gute Bedienung mit Leistung

David Huth
Eine Mountainbike-Tour über Stock und Stein: Der Helmkamera entgeht nichts.
Eine Mountainbike-Tour über Stock und Stein: Der Helmkamera entgeht nichts.
Foto: GoPro
Sie sind perfekt, wenn es rasant zur Sache geht: Action-Cams. Ob am Motorrad- oder Mountainbike-Helm, am Surfbrett oder am Taucheranzug befestigt – die kleinen Video-Kameras finden fast überall Halt. Erschütterungen stecken sie locker weg und liefern zudem brillante Bilder in HD-Qualität.

Essen. Die Modelle der neuen Generation der Action-Cams verbinden einfache Bedienung mit viel Leistung. Das Motorradmagazin „Tourenfahrer“ hat einige Modelle getestet. Ein Überblick über die gängigen Action-Cams, die zurzeit auf dem Markt erhältlich sind.

GoPro Hero 3+, Silver: GoPro allein ist schon ein Schwergewicht unter den Action-Cams. 19 Millionen mit GoPro-Kameras produzierte Videos gibt es derzeit auf YouTube zu sehen. Das Modell Hero 3+ liefert Full-HD-Aufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Und auch für Fotos bietet sie mit zwölf Megapixeln viel Leistung.

Das Gerät lässt sich über die Smartphone-App dank schnellem n-WLAN steuern. Über die Menüführung lassen sich aber auch ohne App Einstellungen problemlos vornehmen. Der normale Blickwinkel von 170 Grad ist durch den Super-View-Modus noch erweiterbar. Das Magazin „Tourenfahrer“ attestiert dem Modell in seiner aktuellen Ausgabe „sehr scharfe farbneutrale Bilder“.

Die Kamera lässt sich zudem im Handumdrehen befestigen und ist mit Hilfe der App auch schnell ausgerichtet und eingestellt. Hinzu kommt jede Menge Zubehör, wie beispielsweise ein Tauchgehäuse für Unterwasseraufnahmen bis zu einer Tiefe von 40 Metern. Mit zirka 349 Euro ist die Hero 3+ aber nicht gerade preiswert.

Drift Ghost-S: Das Modell gilt als die Action-Cam mit der längsten Akku-Laufzeit. Beinahe dreieinhalb Stunden Videovergnügen schafft die Drift Ghost-S in einem Durchlauf. Die Kamera selbst steht dem in nichts nach. Das zirkulare Fischaugen-Objektiv bietet einen Blickwinkel von 160 Grad. Zudem lässt sich die Linse um 300 Grad drehen, womit sich die Bildorientierung ändern lässt.

Hinzu kommen zwölf Megapixel und Full-HD-Videos bei 60 Bildern pro Sekunde. Auch „Tourenfahrer“ lobt die „gute Schärfe“, „wenig Bildrauschen“ und die „schnelle Anpassung an Lichtverhältnisse.“ Gleichzeitig kritisiert das Magazin „leichte Ruckler bei schnellen Bewegungen“.

Das Bild selbst lässt sich auf dem integrierten Farbdisplay jederzeit überprüfen. Auch die Option, die Kamera über eine App zu steuern, hat der Hersteller nicht vergessen. Und robust ist das Modell. Der Hersteller verspricht, dass das Gerät bereits ohne Schutzhülle bis zu drei Meter tief wasserdicht ist. Kosten: zirka 369 Euro.

Contour +2: Die Helmkamera glänzt durch die einfache Bedienung. Den großen Schieber auf der Oberseite nach vorn drücken, dann geht es los. Bedienelemente sind

allerdings rar. Selbst auf ein Display wurde bei dem spartanischen Design verzichtet. Ein Laser und die Drehlinse machen es dennoch möglich, die Kamera ohne Hilfe der App auszurichten. Einstellungen nimmt man dann aber doch am besten direkt per Smartphone-App vor. Kamera und Handy verbinden sich via Bluetooth. Die Bildqualität gefällt mit ordentlicher Auflösung bei maximal Full-HD.

Auch der „Tourenfahrer“ lobt in seinem Test die Bildqualität, die durch „sehr scharfe Konturen“ und „kontrastreiche Farbwiedergabe“ auffällt. Allerdings seien Texturen leicht schwammig und es gäbe ein leichtes Grundrauschen. Die Foto-Auflösung ist mit fünf Megapixeln etwas bescheiden. Dafür gibt es das nette Extra, dass die Kamera auch in der Lage ist, die Aufnahme als Live-Stream zu übertragen. Kosten: zirka 340 Euro.

Garmin VIRB Elite: Die Kamera liefert Aufnahmen in HD-Qualität. Die Bedienung über das Display ist einfach. Damit ist es auch kinderleicht, die Kamera auszurichten und den passenden Bildausschnitt zu wählen.

Die Kamera selbst lässt sich ebenso einfach montieren und beispielsweise an Helmen befestigen. Das Bild selbst kommt in schicker HD-Qualität daher und die Kamera bietet mehrere Brennweiten. Laut „Tourenfahrer“ spielt das Gerät in Sachen Bildqualität in der „Oberliga“. Kosten: zirka 399 Euro.

Sony HDR AS30V: Das Gerät besticht durch seine Ausstattung: schnelles WLAN, GPS, ein Bildstabilisator, Smartphone-App und hohe Bildraten für Zeitlupen-Effekte. Die Videos sind mit 120 Bildern pro Sekunde in HD-Qualität.

Das Magazin „Tourenfahrer“ sieht die Bildqualität dennoch nur im Mittelfeld angesiedelt. Gerade bei grellem Licht fehle die Brillanz in den Aufnahmen. Hinzu kommt eine recht unübersichtliche Menüführung und ein fehlendes Video-Display. Beides bekommt man erst über die App. Kosten: 206 Euro.