Hund wird schon wieder mitten in der Innenstadt gegrillt – diesmal in NRW

Ein grausamer Anblick: In Jena wurde ein Hund auf den Grill gelegt. Mitten auf dem Holzmarkt.
Ein grausamer Anblick: In Jena wurde ein Hund auf den Grill gelegt. Mitten auf dem Holzmarkt.
Foto: Peta Australia

Köln. Diese Aktion von Peta hat Anfang Juni in Jena (Thüringen) ordentlich für Aufsehen gesorgt: Mitten in der Innenstadt hat die Tierrechtsorganisation einen Grill aufgestellt, um einen Hund zu rösten. >>>hier mehr dazu. Das sorgte auch in den Sozialen Medien für mächtig Zündstoff. Die Thüringer waren bestürzt.

Jetzt soll sich das Ganze in Köln wiederholen.

Was steckte hinter der Aktion? Peta wollte Passanten anregen, ihren Fleischkonsum zu überdenken. „Wenn Sie keinen Hund essen würden, warum dann ein Schwein?“, lautete die doch sehr provokante Frage. Und weiter: „Es macht keinen Unterschied, ob das Fleisch auf unseren Tellern von einem Huhn, Rind oder Hund stammt – denn alle Tiere leiden gleich.“

Hund wird auf der Straße gegrillt – Aktion ruft Wut hervor

Bewusst wollte Peta mit der Aktion auch provozieren. Der gegrillte Hund schlug hohe Wellen im Netz und stieß nicht auf Zustimmung. Jetzt holt die Tierschutzorganisation zum zweiten Streich aus.

Am Freitag steht die Organisation ab mittags in Köln auf dem Wallrafplatz. Wieder liegt ein Hund auf dem Grill. Aber keine Sorge: Schon in Jena wurde kein echter Hund gegrillt, sondern eine Attrappe.

„Derzeit findet in Yulin wieder das alljährliche Hundefleisch-Festival statt, bei dem etwa 10.000 Hunde getötet, zerlegt und gegessen werden. Das chinesische Event sorgt europaweit für Empörung und ein Hund auf dem Grill wäre für die meisten Menschen hierzulande ein Grund, die Polizei zu rufen. Gleichzeitig landen jedoch allein in Deutschland jedes Jahr Millionen sogenannte Nutztiere auf den Tellern“, schreibt Peta vorab.

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Nur ob es jetzt unbedingt sein muss, dass eine Hunde-Attrappe gegrillt wird, ist fraglich. Die Tierschutzorganisation Peta hat ihr Ziel allerdings erreicht: Aufmerksamkeit erzeugen.

Darin sind die Aktivisten in der Tat höchstprofessionell. Ihre Aktionen sind immer grell, knallig, gern garniert mit nackten Menschen, die größtmögliche Aufmerksamkeit garantieren sollen.

Viele Promis unterstützen Peta, auch in Deutschland: Bill und Tom Kaulitz von „Tokio Hotel" haben ihre Gesichter schon auf Peta-Plakaten gezeigt, ebenso Komikerin Mirja Boes.

Andere kritisieren Peta recht deutlich. Moderatorin Sonja Zietlow etwa sagte mal in einem Interview über Peta: "Die sind mir zu fanatisch, zu aggressiv, zu intolerant."

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Den Höhepunkt der Kritik erreichte Peta vor einigen Jahren mit einer höchst umstrittenen Plakataktion: Massentierhaltung verglichen die Tierrechtler mit dem Holocaust. (js/pen/jg)

 
 

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