Deutsche Bahn: Oma fährt ohne Ticket im ICE – Reaktion der Schaffnerin haut sie um

Deutsche Bahn: ICE fahren ohne Ticket kann teuer werden. (Symbolbild)
Deutsche Bahn: ICE fahren ohne Ticket kann teuer werden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Eine Oma wollte nur schnell ihren Enkel zu seinem Sitzplatz im ICE von München nach Frankfurt bringen – aber sie war nicht schnell genug.

Der Zug der Deutschen Bahn fuhr los, bevor die 61-jährige Gaby dos Santos wieder aussteigen konnte. Zur Schwarzfahrerin wurde sie dennoch nicht – denn die Zugbegleiterin hat ihr kurzerhand ein ganz besonderes Ticket ausgestellt. Die Geschichte postete dos Santos bei Facebook.

Deutsche Bahn: Chaos im Waggon – Zugbegleitung regiert gelassen

Weil ein Teil des Zuges wegen eines Defekts kurzfristig ausgefallen sei, herrschte großes Chaos bei den Wagennummern und Reservierungen, schrieb sie dort.

Gaby und ihr Enkel hätten schließlich doch gemeinsam den richtigen Platz gefunden, als der Wagen plötzlich ruckelte und der Zug losfuhr –„ zwar verspätet, aber genau 5 Minuten vor der angegebenen neuen Abfahrtszeit“, berichtet Gaby.

Die hatte natürlich keinen gültigen Fahrschein, und außerdem auch kein Geld dabei.

Zugbegleiterin bleibt die fahrscheinloser Oma gelassen

Ein Trost für die Oma: sie konnte nun noch ein paar Stunden mehr Zeit mit ihrem Enkel verbringen.

Bald erschien eine Zugbegleiterin im Waggon. Die hören im Laufe ihrer Karriere vermutlich die wildesten Ausreden von Fahrgästen ohne Ticket. Gaby stellte also sich schon darauf ein, für eine Schwarzfahrerin gehalten zu werden.

Ersatzfahrschein wegen „Kuddel-Muddel“ im Zug

Ihre Sorge war allerdings gar nicht nötig, denn die Zugbegleiterin habe ihr unbürokratisch einen Ersatzfahrschein ausgestellt – und das kostenlos.

Auf dem Notizzettel mit dem Logo einer bekannten Biermarke schrieb sie: „Reisende hat Kind in Zug gesetzt. In München war bei unserem ICE 624 ganz schönes Chaos. Die Dame hat es in dem Kuddel-Muddel nicht mehr aus dem Zug geschafft. Bitte mit zurückbefördern“, steht dadrauf.

Kontrolleure akzeptieren ungewöhnlichen Fahrschein mit einem Lächeln

Die freundliche Zugbegleiterin unterschrieb und stempelte den Notizzettel, und der Fahrschein sei somit gültig. Alle Kontrolleure hätten den in der Folge akzeptiert. Nur mit einem Zugbegleiter gab es ein Problem, berichtet die Oma.

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„Nur ein Schaffner startete einen Oberwichtig-Vortrag von wegen niemals in einen ICE steigen, mit dem man nicht fahren wolle. Aber der Ton blieb freundlich und das Bellen, bei dem es dann blieb, erschreckte nur meinen Enkel, der seine Oma schon irgendwo hinter den Stadtmauern Nürnbergs stranden sah“, erzählte dos Santos.

Lob für das freundliche Zugpersonal

Doch die Frau strandete nicht. Eineinhalb Stunden dauerte es von München bis zum nächsten Halt in Nürnberg. Dort stieg sie in den nächsten Zug zurück nach Hause, und auch dort akzeptierten die Zugbegleiter das handgeschriebene Ticket.

Am Ende fand die Oma sogar noch freundliche Worte für das nette Zugpersonal, das trotz der stressigen Ferienzeit zu allen Fahrgästen sehr zuvorkommend gewesen sei. (vh)

 
 

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