Der letzte Tag auf dem alten Kontinent

Vom Nordkap nach Kapstadt - Joachim Franz befindet sich auf einer Expedition der besonderen Art. Er und seine Mitstreiter wollen das Thema Aids ins Bewusstsein der Menschen rücken. DerWesten verfolgt, wie die Gruppe bei ihrer Tour durch 20 Länder vorankommt. Heute: Der letzte Tag in Europa.

Morgen nehmen wir Abschied von Europa. Mit dem Flug nach Kairo beginnt das große afrikanische Abenteuer. Dann ist Schluss mit gewohnten Gepflogenheiten. Mit dem Kaffee an der Tankstelle, der Toilette auf dem Rasthof. Den Etappenfahrten auf mehr oder minder bügelglattem Asphalt. Alle im Team sind gespannt darauf, was uns erwartet auf dem langen Weg nach Kapstadt. Der letzte Tag auf dem alten Kontinent beginnt mit einem Empfang in der deutschen Botschaft beim Vatikan. Kanzler Joachim Fechner und Eugen Josef Kleindienst, zuständig für religiöse Fragen zwischen der Bundesrepublik und dem Kirchenstaat, lassen sich von Joachim über die Expedition berichten. Wünschen uns viel Erfolg, signieren unser großes Buch. Anschließend hält Stefan Hippler im Collegium Germanicum et Hungaricum einen Gottesdienst für uns. Bittet um Kraft und Mut für unseren weiteren Weg. Joachim liest einen Abschnitt aus dem Alten Testament. Die Geschichte von Abrahams Auszug in die Fremde, weil Gott es ihm befiehlt. Regina dagegen zitiert aus dem Neuen Testament wie Jesus von den Zeichen der Zeit spricht. Stefan erklärt uns, warum er gerade diese beiden Stellen ausgewählt hat: „Weil ihr die Zeichen der Zeit erkannt habt und wisst, was wichtig ist. Und weil auch ihr einem Ruf gefolgt seid, als ihr euch auf diese Expedition begeben habt: Dem Ruf des Gewissens und des Wunsches nach Veränderung.“

Der letzte Tag auf dem alten Kontinent – Zeit für eine Zwischenbilanz. Eine Bilanz, die ausgesprochen positiv ausfällt. Die Spendengelder für Hope Cape Town sind bereits auf 50.000 Euro angewachsen. Diese von Stefan im Jahr 2001 in Kapstadt ins Leben gerufene Organisation kümmert sich nicht nur um die Behandlung von aidskranken Kindern, sondern leistet auch Hilfestellung für die betroffenen Familien. Sie betreibt Aufklärung und berät Firmen und Organisationen zum Thema HIV/Aids. Außerdem haben wir bereits jetzt so viel Aufmerksamkeit in den Medien erregt wie auf keiner Expedition zuvor. Werden auf der Straße immer wieder spontan angesprochen. Erhalten Beifall und Aufmunterung. Und wir haben ein Team zusammen, dass gut vorbereitet scheint auf die kommenden Strapazen. Nun denn: Die Herausforderungen des schwarzen Kontinents können kommen!

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