DAS ist der gefährlichste Laptop der Welt

Für den Laptop musst du richtig viel Geld auf den Tisch legen. (Symbolbild)
Für den Laptop musst du richtig viel Geld auf den Tisch legen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Westend61

Das ist eine der wohl skurrilsten Versteigerungen, die es jemals im Internet gab. Das Höchstgebot lag am Dienstagnachmittag (Stand: 16.30 Uhr) schon bei 1.130.500 Dollar. Und dabei kannst du bloß auf einen neun Jahre alten Samsung-Laptop mit Windows XP bieten.

Auf dem Laptop befinden sich sechs der gefährlichsten PC-Viren beziehungsweise PC-Würmer aller Zeiten. Die Malware mit Namen wie ILOVEYOU, MyDoom, SoBig, WannaCry, DarkTequila und BlackEnergy richtete weltweit in den vergangenen Jahren bereits einen Schaden in Höhe von 95 Milliarden Dollar an.

Gefährlichster Laptop der Welt ist Teil eines Kunstwerks

Der Computer, ein Samsung NC10-14GB Blue Netbook aus dem Jahr 2008, ist für den normalen Anwender gar nicht richtig nutzbar. Das muss es auch nicht sein, denn das Teil gilt als Kunstwerk.

Der PC ist Teil eines Performance-Kunstwerks von Guo O Dong. Mit seinem Werk kritisiert er die moderne Online-Kultur. Um das allen zu zeigen, stellt er sein Werk mit einem Livestream ins Internet.

Laptop hinter Absperrband

Darauf ist der Laptop auf einem kleinen Tisch zu sehen, eingerahmt in schwarz-gelbes Absperrband. Am Bildschirmrand wird der Laptopmonitor in Nahaufnahme gezeigt. „Uuuups, Ihre Dateien wurden verschlüsselt“, ist darauf zu lesen.

Aus Sicherheitsgründen ist die Verbindung des PCs mit der Außenwelt gekappt, alle Internetverbindungen und die physischen Ports sind deaktiviert.

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Malware darf nicht weitergegeben werden

Der Verkauf von Malware ist in den USA rechtlich verboten. Da der Rechner aber Teil eines Kunstprojekts ist, darf er trotzdem dort versteigert werden. „Wenn sie ein Gebot abgeben, stimmen Sie zu, dass sie dieses Werk als Kunstwerk oder aus akademischen Gründen erwerben und dass Sie keine Absicht haben, die Malware zu verbreiten“, heißt es auf der Website.

Die Versteigerung auf der Website findet mit dem Sicherheitsunternehmen Deep Instinct statt. Der Computer steht derzeit in einem geschützten Raum in der Nähe von New York. Hier kannst du dir den Livestream anschauen.

Der verseuchte Computer ist kein Schnäppchen. Immerhin um den Versand muss sich der Käufer keine Sorgen machen: Verpackung und Versand übernimmt der Verkäufer. (vh)

 
 

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