Daniel Küblböck: Darum könnte sein Fall die Behörden noch bis 2092 beschäftigen

Von Daniel Küblböck fehlt weiterhin jede Spur. Sein Fall könnte bis 2092 geöffnet bleiben.
Von Daniel Küblböck fehlt weiterhin jede Spur. Sein Fall könnte bis 2092 geöffnet bleiben.
Foto: Jörg Carstensen / dpa
  • Im Fall des vermissten Sängers Daniel Küblböck ermittelt die kanadische Polizei
  • Sie hat bereits Untersuchungen an Bord der AIDAluna durchgeführt
  • Zu Videoaufnahmen des Vorfalls äußerte sie sich nicht
  • Fall könnte bis 2092 geöffnet bleiben

St. Johns.  Daniel Küblböck wird bereits seit dem 9. September vermisst – er soll nahe Neufundland über Bord der AIDAluna gegangen sein. Polizeiliche Ermittlungen sollen klären, was genau mit dem 33-jährigen Sänger passiert ist.

Wie die „tz“ schreibt, sei die Küstenwache seit dem Abbruch der Suche nicht mehr für den Fall zuständig. Stattdessen sei nun die kanadische Polizeibehörde RCMP (Royal Canadian Mounted Police) mit dem Fall betraut. Weil Küblböcks Verschwinden als Vermisstenfall behandelt werde, halte sich die Polizei mit Informationen zurück.

Kein Kommentar zu Videoaufnahmen

Gegenüber der „tz“ habe eine Polizeisprecherin bestätigt, dass die Beamten keine Ermittlungen hinsischtlich eines Kriminalfalls oder eines Fremdverschuldens anstellten. Zu möglichen Aufnahmen von Überwachungskameras wollte sie gegenüber der Zeitung nicht konkret werden: „Wir können uns nicht zu Videoaufnahmen äußern, die verfügbar gewesen sein könnten. Solches Beweismaterial würde aber sicher in jegliche Ermittlungen dieser Art einbezogen.“

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Sie könne aber bestätigen, dass in der Nacht zum 10. September gegen 1.30 Uhr „ein RCMP-Ermittler auf das Schiff gegangen ist, um Untersuchungen anzustellen, Beweismittel zu sammeln und so weiter.“

Vermisstenfälle bleiben 99 Jahre lang geöffnet – bis 2092

Die Sprecherin erklärte weiter gegenüber der „tz“, dass die Polizei Vermisstenfälle in der Regel 99 Jahre lang geöffnet halten müsse, mindestens aber bis das Alter der Person 107 erreiche. Im Fall Küblböcks wäre der Zeitpunkt seines 107. Geburtstags der August 2092. „Ohne dass weitere Beweise dazukommen und in Abwesenheit des Körpers von Herrn Küblböck erwarten wir keine kommenden Updates“, sagte sie. (raer)

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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