Coronavirus – Asoziales Verhalten zeigt: Wir sind nur einen Schritt von der Zombie-Apokalypse entfernt

Coronavirus: "Walking Dead" und Zombieapokalypse? Zum Glück nicht - also bitte keine Panik!
Coronavirus: "Walking Dead" und Zombieapokalypse? Zum Glück nicht - also bitte keine Panik!
Foto: image /Alistair Hobbs

Corona ist nur ein Vorgeschmack. Ein Warnschuss. Jetzt merken wir, was aus uns werden kann, wenn es ernst wird.

Wir sind so stolz auf unsere aufgeklärte Gesellschaft. Auf das Zivilisierte, auf das Menschliche. Wir sind ja keine Tiere. Wir leben ja nicht im Mittelalter.

Coronavirus: Der Schritt zurück ist gar nicht so groß

Dabei ist der Schritt genau dahin zurück gar nicht so groß, wie wir das in unseren sauberen, gemütlichen Dreizimmer-Elfenbeintürmen mit Balkon gern glauben würden.

Ein paar Beispiele aus den letzten Tagen:

  • Zwei Typen steigen in die Straßenbahn 105 in Essen, bleiben kurz an einem Viererplatz stehen. Eine asiatisch aussehende Frau sitzt dort. „Lass weiter, keinen Bock auf Corona“, sagt der eine zum anderen.
  • In Duisburg - und in vielen anderen Städten - klauen Menschen Desinfektionsmittel, reißen die Flaschen aus ihren Halterungen von den Wänden.
  • Ganze Regale in vielen Supermärkten sind leergekauft: Nudeln und Dosenravioli? Alle weg. Dabei haben wir keinen Lebensmittelengpass, niemand muss seine Wohnung bis zur Decke mit Dosenfleisch zustopfen.
  • Chirurgen und Zahnärzten gehen die dringend benötigten Mundschutzmasken aus - auch weil Menschen, die solche Masken gar nicht brauchen, in Massen kaufen. Als wäre so ein Mundschutz eine Pestmaske gegen den bösen Blick. Denn, dass so ein Mundschutz für die allermeisten Menschen nutzlos ist, ist längst klar.

Es fühlt sich gruselig an.

Man darf die Corona-Epidemie nicht unterschätzen, man muss sie ernst nehmen. Es ist wichtig und richtig, jetzt vorsichtig zu sein, auf ausreichende Handhygiene zu achten, bei Anzeichen einer Grippe den Arzt anzurufen. Aber eine Grippewelle darf uns nicht rassistisch, panisch und egoistisch machen. Was passiert, wenn wirklich mal das Licht ausgeht?

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Vielleicht kommt es zu weiteren Quarantänefällen. Vielleicht müssen Schulen schließen. Aber das hier ist nicht die Zombieapokalypse. Das ist nicht „The Walking Dead“. Niemand muss mit Mistgabeln und Fackeln durch die Straßen laufen, um einen nicht existenten Brunnenvergifter zu jagen und die Supermärkte zu plündern. Das sind nicht wir.

Vielleicht versuchen wir, Corona auch als Übung für uns zu sehen. Eine Übung, in der wir beweisen können, dass wir auch im Ernstfall zivilisiert und menschlich bleiben.

 
 

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