China macht DIESEN Albtraum aus der Netflix-Serie „Black Mirror“ wahr – Millionen Menschen betroffen

In China ist die dystopische Version aus dieser „Black Mirror“-Folge mit Protagonistin Lacie Realität geworden.
In China ist die dystopische Version aus dieser „Black Mirror“-Folge mit Protagonistin Lacie Realität geworden.
Foto: imago

Die Serie „Black Mirror“ ist eine der bekanntesten bei Netflix und zeigt in jeder Folge andere dystopische Visionen unserer Zukunft. Doch wenn diese dann tatsächlich Realität werden, dann ist das umso schlimmer. So geschieht es gerade in China.

Dort passiert fast Eins zu Eins, was in der ersten Folge der dritten Staffel von „Black Mirror“ auf Netflix mit dem deutschen Titel „Abgestürzt“ nachgezeichnet wird.

Netflix-Serie „Black Mirror“ wird real: In China dürfen Millionen Menschen nicht reisen – wegen des Sozialkredits

Achtung, wenn du jetzt weiterliest: Spoileralarm!

Im Mittelpunkt der Folge steht das Social Ranking. Die Protagonistin der Folge versucht wirklich alles, um bei ihren Mitmenschen zu punkten und so die Höchstpunktzahl von 5 zu erreichen. Denn wer viele Punkte hat, steigt gesellschaftlich auf, wer Punkte verliert, dem droht der soziale Abstieg. Die Hauptfigur ist so verbissen, gut anzukommen, dass sie komplett abstürzt und zum Schluss auch im Gefängnis landet.

In China geht das sogenannte ähnliche „Social credit System“ (Sozialkredit-System) so weit, dass es bislang schon 23 Millionen Menschen verboten wurde, Flüge oder Bahntickets zu kaufen. Aufgrund schlechter Bewertungen wurden sie gesperrt. Bis zum Ende des Jahres wurden so 17,5 Millionen Flugbuchungen abgelehnt. Bahntickets wurden 5,5 Millionen Mal verwehrt. Darüber berichtet The Guardian.

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Demnach soll es diesen Ausgegrenzten mit diesem digitalen Führungszeugnis schwierig gemacht werden, auch nur einen einzigen Schritt zu gehen. Dabei reichen die Straftaten in diesem Register von nicht gezahlten Steuern oder Geldbußen über die Verbreitung falscher Informationen bis hin zu Drogen.

Wenn du deinen Hund nicht anleinst, dann beeinflusst das dein Social Ranking

Auch Schwarzfahren, Rauchen im Zug oder wenn Hundebesitzer ihren Hund nicht anleinen, führe zu negativen Bewertungen. Wenn sie zu viele negative Punkte gesammelt haben, stehen sie auf der Schwarzen Liste und werden am Reisen gehindert. So will die Regierung künftig das Verbot sogar bis zu einem Jahr durchziehen. 128 Menschen sollen auch an der Ausreise gehindert werden, weil sie keine Steuern gezahlt haben.

Im Jahr 2018 sollen die Behörden insgesamt etwa 14 Millionen Einträge in der Datenbank gesammelt haben, unter anderem wegen Betrugs, der Belegung reservierter Plätze im Zug etc. Die Beamten seien zuversichtlich. So hätten dank des Sozialkredit-Systems schon 3,5 Millionen Menschen oder Unternehmen Steuerschulden abbezahlt. So sollen die Menschen zu mehr Aufrichtigkeit erzogen werden.

Kritiker vergleichen die Zustände mit dener der Orwellschen Dystopie aus „1984“

Doch nicht nur das: In einem Überwachungsvideo weigerte sich ein Fahrgast aufzustehen und einem anderen Passagier, der den Sitzplatz reserviert hatte, Platz zu machen. Das Video wurde im Netz verbreitet. Diskutiert wurde daraufhin im ganzen Land, ob das derzeitige Reiseverbot nicht doch etwa eine zu milde Strafe sei.

2014 wurde diese öffentliche Kontrolle eingeführt, 2020 soll sie flächendeckend in China ausgebaut sein. Kritiker sprechen von einer krassen Kameraüberwachung mit Gesichtserkennung im öffentlichen Raum, vergleichen die Zustände auch mit dem Roman (1984) von George Orwell, der bereits 1949 dystopische Visionen eines totalitären Überwachungsstaates zeichnete.

Social Credit System wirkt sich auch auf die Jobsuche aus

Denn wie watson berichtet ist das Verbot nicht nur auf das Reisen begrenzt. Auch eine schlechtere Chance bei der Jobsuche oder einen Platz an einer Hochschule zu finden, zieht das Social Ranking nach sich. (js)

 
 

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