„Chernobyl“: Dieses wichtige Detail wurde in der Sky-Serie frei erfunden

Ein Arbeiter auf dem Gelände des Atomkraftwerkes „Chernobyl“.
Ein Arbeiter auf dem Gelände des Atomkraftwerkes „Chernobyl“.
Foto: imago images

Sie gilt als die beste Serie aller Zeiten: „Chernobyl“. 9,7 von zehn möglichen Punkten erhielt die Sky-Serie auf dem Film-Portal IMDb. Mehr als „Breaking Bad“ (9,5), mehr als „Game of Thrones“ (9,4).

Doch ein Detail in der fünfteiligen Serie, die den Unfall, der zur Katastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk „Chernobyl“ (im Deutschen: Tschernobyl) führte, wurde von den Serienmachern frei erfunden.

Zum Hintergrund: Dreh und Angelpunkt von „Chernobyl“ ist der sowjetische Wissenschaftler Waleri Alexejewitsch Legassow. Er war ein Experte auf dem Gebiet der anorganischen Chemie. Kurz nach dem Supergau in „Chernobyl“ wurde er zum Leiter des Untersuchungskomitees ernannt. Er sollte aufklären, wie es zu der Katastrophe kommen konnte, bei der bis zu 60.000 Menschen ihr Leben verloren.

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„Chernobyl“: Dieses Detail der Sky-Serie wurde frei erfunden

Doch Legassow konnte das Netz aus Lügen, Vertuschungen und Verfehlungen der sowjetischen Regierung nicht allein durchdringen. Er brauchte Hilfe. Die bekam er zum einen von Boris Jewdokimowitsch Schtscherbina, einem sowjetischen Politiker, der die zuständige Regierungskommission zum Unglück in Tschernobyl leitete. Zum anderen von der weißrussischen Wissenschaftlerin Ulana Khomyuk.

Doch hier tricksten die Macher der Sensations-Serie. Denn während es Legassow und Schtscherbina in der Realität wirklich gab. Ist die Figur der Ulana Khomyuk (gespielt von Emily Watson) frei erfunden.

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Warum wurde die Figur erfunden?

Doch warum das? Die Macher der Serie erklären ihre Entscheidung im Abspann. So wurde Legassow während seiner Arbeit von zahlreichen anderen Wissenschaftlern unterstützt. „Die stellvertretend für sie geschaffene Figur der Ulana Khomyuk soll ihren Einsatz und Dienst an der Wahrheit und Menschlichkeit würdigen.“

Und noch an einer weiteren Stelle tricksten die Serienmacher. So wurden die Szenen nicht etwa in der drei Kilometer vom Atomkraftwerk „Chernobyl“ gelegenen Stadt Prypjat gedreht, sondern in einem Wohngebiet in Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Die Szenen im Atomkraftwerk selbst wurden im Inneren des Kernkraftwerk Ignalina im litauischen Visaginas aufgenommen.

 
 

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