Bundesregierung will Deutschen den Urlaub in der Türkei schmackhaft machen

Touristen an einem Badestrand in Kemer.
Touristen an einem Badestrand in Kemer.
Foto: Marius Becker / dpa
  • Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung wirbt für Urlaub in der Türkei
  • Zur gleichen Zeit wird ein weiterer Deutscher dort festgenommen

Berlin.  Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), spricht sich für Urlaubsreisen in die Türkei aus. Deutsche sollten sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise im Land nicht von Reisen abhalten lassen, erklärte Bareiß der „FAZ“.

„Es gibt für mich keinen Grund, nicht in die Türkei zu reisen und dort Urlaub zu machen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Auch er selbst habe dieses Jahr dort seinen Urlaub verbracht. Tourismus baue persönliche Brücken zwischen Ländern. „Das brauchen wir derzeit mehr denn je“, so Bareiß weiter.

Türkei-Reisen werden durch Lira-Verfall billiger

Zuletzt verlor die Lira enorm an Wert, nachdem Recep Tayyip Erdogan sich weigerte, einen in der Türkei in Haft sitzenden Geistlichen freizulassen und die USA daraufhin Wirtschaftssanktionen durchsetzten. Durch den Verfall der Währung werden Reisen in die Türkei nun günstiger für deutsche Urlauber.

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„Stabilität und Partnerschaft liegen in deutschem Interesse, aber auch im Interesse der türkischen Bevölkerung“, sagte Bareiß.

Nachdem im Jahr 2017 deutsche Bürger in der Türkei inhaftiert wurden, gab das Auswärtige Amt zunächst eine Reisewarnung heraus. Vor kurzem wurden die Formulierungen dieser Warnung jedoch entschärft.

Doch zur gleichen Zeit, zu der der Tourismusbeauftragte für die Türkei als Urlaubsland wirbt, gehen die Festnahmen dort weiter. Wie am Donnerstag bekannt wurde, war am Mittwoch ein weiterer Deutscher in Haft gelandet.

Ihm werde vorgeworfen, über soziale Medien Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verbreitet zu haben, sagte sein Anwalt Ercan Yildirim. Sein Mandant Ilhami A. (46) sei am Mittwoch in der osttürkischen Provinz Elazig festgenommen worden. Kurz darauf habe ein Gericht entschieden, der Mann müsse in Untersuchungshaft. (dpa/leve)

 
 

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