Britische Eltern wollen todkranken Sohn in Italien behandeln lassen – doch das Gericht zerstört all ihre Hoffnungen

Ein Gericht verhindert die Behandlung von Alfie im Ausland. (Symbolbild)
Ein Gericht verhindert die Behandlung von Alfie im Ausland. (Symbolbild)
Foto: imago/blickwinkel
  • Der britische Junge Alfie ist todkrank
  • Nun wollen seine Eltern ihn in Rom behandeln lassen, doch ein Gericht lehnte einen Überstellungsantrag ab
  • Wie die Queen nun helfen soll

Liverpool.  Die Eltern des todkranken Alfie Evans wollen unbedingt, dass ihr 23 Monate alter Sohn zur Behandlung in den Vatikan darf. Doch ein Gericht lehnte den Antrag ab.

Die „Welt“ berichtet, dass der kleine Junge unter einem neurologischen Defekt leidet. Die behandelnden Ärzte seien der Meinung, der Junge befinde sich in einem „halb vegetativen“ Zustand. Die Ärzte hätten allerdings keine genaure Diagnose stellen können. Er müsse durch lebenserhaltende Maßnahmen, wie eine künstliche Beatmung, am Leben gehalten werden.

Die Eltern seien überzeugt, dass eine Verlegung Alfies in das Kinderkrankenhaus Bambino Gesu im Vatikan dem Jungen helfen könne. Doch ein Gericht habe dies bereits in der letzten Woche abgelehnt. Die lebenserhaltenden Maßnahmen für den Jungen seien abgeschaltet worden.

Die Maschinen wurden ausgeschaltet und er atmete weiter

Doch Alfie habe nicht aufgegeben. Entgegen dem Erwarten der Ärzte habe der Kleine nun schon seit über einem Tag selbst weitergeatmet, obwohl er nur Wasser und Sauerstoff zugeführt bekomme. „Er verändert seine Atmung nicht, aber sein Körper bekommt Sauerstoff“, so Evans.

Der nächste Antrag auf eine Überstellung in den Vatikan sei am Dienstag von Richter Anthony Hayden abgelehnt worden. Er wolle damit einen Schlussstrich unter den Rechtsstreit um das Leben des außergewöhnlichen kleinen Jungen ziehen.

Vor der Verhandlung habe das italienische Verteidigungsministerium ein Flugzeug für Alfie bereitgestellt, während das Außenministerium des Landes ihm die italienische Staatsbürgerschaft verliehen haben soll. Diese Maßnahmen hätten die Reise nach Rom erleichtern sollen.

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Jetzt soll die Queen entscheiden

Alfie hat bereits einen prominenten Unterstützer im Vatikan: Papst Franziskus, der von Alfies Krankheit Wind bekam, betete bereits öffentlich für ihn.

Auch in England schlägt der Fall hohe Wellen. Vor drei Tagen wurde eine Petition ins Leben gerufen, deren Ziel darin besteht, dass die Queen höchstpersönlich in den Fall eingreifen soll. Es wurden bereits über 155.000 Unterschriften gesammelt. (LuC)

 
 

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