Brexit: EU-Sondergipfel legt neues Datum für Austritt fest – Kein Chaos-Brexit am Freitag

Der chaotische EU-Austritt Großbritanniens am Freitag wurde in der Nacht zum Donnerstag abgewandt.
Der chaotische EU-Austritt Großbritanniens am Freitag wurde in der Nacht zum Donnerstag abgewandt.
Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa
  • 27 Staats- und Regierungschefs diskutierten über das Brexit-Datum
  • Einen chaotischen Austritt am Freitag wird es nicht geben
  • Das neue Datum steht jetzt fest

Brüssel. Weiteres Ausharren, statt Chaos-Brexit am Freitag. Nach einer langen und anstrengenden Nacht steht fest: Der Brexit am Freitag wird nicht stattfinden.

Das neue Datum für den EU-Austritt von Großbritannien steht anscheinend ebenfalls fest. So soll der Brexit bis spätestens zum 31. Oktober vollzogen werden.

Brexit: Deadline auf den 31. Oktober verschoben

Darauf einigten sich laut dem ZDF die 27 Staats- und Regierungschefs beim EU-Sondergipfel in der Nacht zum Donnerstag. Kanzlerin Angela Merkel sieht den Kompromiss als eine gute Entscheidung.

Die EU sah vor, der britischen Premierministerin Theresa May den 31. Oktober als Austrittstermin anzubieten. Präsident Emmanuel Macron forderte für so einen langen Aufschub allerdings härtere Bedinungen.

Theresa May wollte eine Teilnahme an der Europawahl umgehen

May würde keine ausreichenden Garantien bieten. Er warnte, dass die Handlungsfähigkeit der EU nicht beeinträchtigt werden dürfe.

Sie hatte einen Aufschub bis zum 30. Juni beantragt und wollte den Austritt aus der EU noch vor der Europawahl Ende Mai bewältigen.

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May zeigte sich mit der neuen Frist einverstanden

In einer über einstündigen Fragerunde stellte die Premierministerin zunächst ihre Ideen vor und ging auf Fragen ein. Laut dem ZDF zeigte sie sich mit einer Aufschiebung über den 30. Juni hinaus zufrieden, sofern Großbritannien trotzdem früher geregelt austreten könne.

Auch wenn May ursprünglich die Teilnahme an der EU-Wahl vermeiden wollte, wird sie Großbritannien zur Sicherheit dennoch auf die Wahlen am 23. Mai vorbereiten.

Dadurch sollen rechtliche Schwierigkeiten vermieden werden, wenn Großbritannien im Sommer noch in der EU sein sollte. (db)

 
 

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