Bochum

„Bares für Rares“: Mann will dieses Streit-Objekt verkaufen – und erzielt Hammer-Preis

Mike Nickel (rechts) brachte einen Sarotti-Mohr zu "Bares für Rares".
Mike Nickel (rechts) brachte einen Sarotti-Mohr zu "Bares für Rares".
Foto: ZDF

Bochum. Mike Nickel aus Bochum hofft auf das ganz große Geschäft bei „Bares für Rares“.

Der Mann aus Bochum bringt eine große Figur des Sarotti-Mohres zu Horst Lichter an den Tisch. „Ich werd‘ verrückt“, staunt der „Bares für Rares“-Moderator über die dunkelhäutige Werbefigur der Schokoladenmarke.

Doch die Markenfigur ist heute umstritten. Der „Mohr“ ist aus dem deutschen Sprachgebrauch verschwunden. Der Begriff wird als rassistisch diskriminierend angesehen – ähnlich wie „Neger“ – und nicht mehr verwendet.

„Bares für Rares“: Streit um den Sarotti-Mohr

Erst Anfang des Jahres hatte es Zoff gegeben, weil ein Mannheimer Kulturzentrum ein Schild mit der Werbefigur des kleinen dunkelhäutigen Männchens nicht abhängen wollte. Rassismus und Diskriminierung warfen Kritiker dem Kulturzentrum vor, andere sahen darin eine übertriebene politische Korrektheit.

Horst Lichter bezeichnet den Begriff Sarotti-Mohr bei „Bares für Rares“ als „politisch inkorrekt“. Der Mohr wurde 2004 von dem Sarotti-Magier als Werbefigur abgelöst.

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Mike Nickel aus Bochum will den Sarotti-Mohr, der sich durch eine Mechanik bewegen kann, für mindestens 1300 Euro verkaufen. Die Figur gehört seinem Nachbarn, für den er stellvertretend das Objekt unter den Hammer bringen will. „Ich gehe davon aus, dass die Händler so etwas noch nicht gesehen haben“, meint der Bochumer.

Bares für Rares

Schmerzgrenze ist erreicht

Horst Lichter ist baff über den Preis, aber Experte Sven Deutschmanek ist sich sicher, dass sich damit zwischen 900 und 1400 Euro machen lassen.

Und die Händler machen tatsächlich große Augen. „Das wird teuer“, raunt Jan Cizek.

Am Ende schlägt Händler Walter Lehnertz zu, als die Konkurrenten längst ausgestiegen sind, und ist sogar bereit auf die erwünschten 1300 Euro zu erhöhen. Ein Teil des Geldes geht an Nickels Nachbarn, einen Teil darf der Bochumer allerdings auch für sich behalten und investiert damit in seinen Garten. (jg)

 
 

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