Bienensterben – Forscher finden Grund für den verheerenden Rückgang der Bienenpopulation

Bienen sind extrem wichtig für die Natur und den Menschen, da sie bis zu 80 Prozent der Pflanzen und Bäume bestäuben.
Bienen sind extrem wichtig für die Natur und den Menschen, da sie bis zu 80 Prozent der Pflanzen und Bäume bestäuben.
Foto: Yvonne Fischer / imago/Bild13
  • Britische Forscher fanden einen Grund fürs Bienensterben
  • Es sind Pestizide der Gruppe Neonikotinoide
  • Das Pflanzengift schadet auch Schmetterlingen

Berlin.  Das Bienensterben beschäftigt seit Jahren Forscher und Experten – und macht auch uns Angst. Denn die Folgen können verheerend sein – denn Bienen bestäuben etwa 80 % der Pflanzen und Bäume und sichern somit auch unser Überleben.

Lange war nicht bekannt, was das verheerende Bienensterben verursacht. Doch laut n-tv haben britische Insektenforscher nun die Ursache gefunden – es sind Pestizide aus der Gruppe der Neonikotinoide.

Neben Wildbienen auch Honigbienen und Schmetterlinge gefährdet

Laut der Analyse der Forscher seien die Populationen der Wildbienen, die sich von behandeltem Raps ernährten, dreimal stärker geschrumpft als die ihrer Artgenossen, die unbehandelten Raps bevorzugten.

Doch nicht nur Wildbienen sind betroffenen – auch die Populationen der Honigbienen und Schmetterlinge seien durch das Pflanzenschutzmittel massiv gefährdet. Das Gift schädige etwa die Brutentwicklung von Bienenlarven, da es den Botenstoff Acetylcholin bei Ammenbienen vermindere, der ein Signalmolekül für die Larvenzucht sei.

Pestizide sind nicht der einzige Grund fürs Bienensterben

Neonikotinoide wirken auch auf erwachsene Bienen. Schon nach kleinsten Dosen verlieren sie ihre Orientierung und ihr Gedächtnis. Dazu kommt: Pestizide sind nicht die einzigen Gefahren für Bienen.

Neben den giftigen Pflanzenschutzmitteln ist auch die Varroamilbe ein ausschlaggebender Faktor beim Rückgang der Bienenpopulation – ebenso wie der immer kleiner werdende Lebensraum. (lhel)

 
 

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